Rhapsody kauft Napster von Best Buy

Der Musikdienst übernimmt auch Napsters Abonnenten. Best Buy erhält eine Minderheitsbeteiligung an Rhapsody. Songlizenzen wechseln aufgrund unterschiedlicher Vereinbarungen nicht den Besitzer.

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Napster hat erneut den Besitzer gewechselt: Es gehört jetzt dem US-Streaming-Dienst Rhapsody. Dieser übernimmt nach eigenen Angaben auch Napsters Abonnenten, während der Mutterkonzern Best Buy eine Minderheitsbeteiligung an Rhapsody erhält. Die Unternehmen rechnen damit, das Geschäft „am oder um den 30. November“ abzuschließen. Einen Kaufpreis nannten sie nicht.

Wie Fortune festhält, besteht die größte Aufgabe jetzt darin, Napster-Kunden nahtlos zu Rhapsody zu übersiedeln – inklusive ihrer Musikbibliotheken, Playlists und Historie. Rhapsody bietet der Zeitung zufolge rund 13 Millionen Songs, bei Napster sind es 15 Millionen. Aufgrund von unterschiedlichen Verträgen werden jedoch keine Lizenzen auf den Käufer übergehen. „Wir werden diese Lücke schließen, sobald wir diese Songs identifiziert haben“, sagte Rhapsody-Präsident Jon Irwin.

Best Buy hatte das ehemalige Peer-to-Peer-Portal Napster Mitte September 2008 für 121 Millionen Dollar übernommen. Zu der Zeit konnte Napster rund 700.000 Abonnenten vorweisen. Unklar ist dagegen die heutige Zahl. Rhapsody hat Fortune zufolge rund 800.000 Stammnutzer.

Rhapsody war ursprünglich ein Joint-Venture von RealNetworks und Viacom gewesen, dem Mutterkonzern von MTV Networks. Mitte Februar 2010 gliederten sie den Musikdienst aus; RealNetworks gab seine Kontrollmehrheit auf. Auch Konkurrenten wie Spotify und MOG verlangen eine Monatsgebühr für ihre Streaming-Dienste.

Themenseiten: Business, RealNetworks, Streaming, Viacom, napster, Übernahmen

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