Spotify-Nutzer beschweren sich über Facebook-Zwang

Neukunden des Musikdiensts müssen über ein Facebook-Konto verfügen, um sich anzumelden. Per Voreinstellung erfahren die Freunde alles über den eigenen Musikgeschmack. Spotify-CEO Daniel Ek reagiert bei Twitter auf die Kritik.

Viele Spotify-Nutzer sind nicht mit der zunehmenden Integration des Musikdienstes mit Facebook einverstanden. Denn diese geht so weit, dass Neukunden über ein Facebook-Konto verfügen müssen, um sich überhaupt bei Spotify anmelden zu können. Vielen Anwendern mißfällt es zudem, dass ihre Facebook-Freunde ohne ihre Zutun mitbekommen, welche Musik sie hören und zu welcher Zeit. Das Sharing über Facebooks Open Graph ist voreingestellt, kann aber deaktiviert werden.

Einschlägige Foren quellen über vor Unmutsäußerungen wie dieser bei Getsatisfaction.com: „Nicht cool. Mein Spotify-Konto ist nicht mit Facebook verbunden, und das bleibt auch so, vielen Dank auch. Wenn ich nicht schon ein Konto hätte, das würde mich von einer Anmeldung abhalten.“

Die Partnerschaft zwischen dem Social Network und dem auch in den USA erfolgreichen schwedischen Streamingdienst war auf der Entwicklerkonferenz F8 angekündigt worden. Spotifys Gründer und CEO Daniel Ek hatte dabei hervorgehoben, dass die Nutzer von Spotify dank Facebook nicht nur mehr, sondern vielfältigere Musik hören und auch eher zum Kauf neigen: „Wir bringen die Leute wieder dazu, für Musik zu bezahlen.“

Auf Twitter antwortete Ek nun auf die Nutzerbeschwerden und begründete den Facebook-Zwang mit einer vereinfachten Anmeldung: „Wir sehen das anders. Es gab eine große Hürde vor der Anmeldung. Wir wollten sie beseitigen und für eine reibungslose Erfahrung sorgen.“ In einem weiteren Tweet signalisierte der Spotify-Chef Lernbereitschaft: „Wir probieren eine Menge aus und vermasseln es wohl auch von Zeit zu Zeit. Aber wir schätzen das Feedback und werden entsprechende Änderungen vornehmen.“

Themenseiten: Business, Facebook, Networking, Soziale Netze, Spotify, Streaming

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