Microsoft-Manager nach Tweet über Nokia-Smartphone zurückgetreten

Joe Marini hat mutmaßlich Unternehmensrichtlinien zur Geheimhaltung verletzt. Feststeht, dass er nicht mehr bei Microsoft arbeitet. Über Twitter hatte er die Kamera eines unveröffentlichten Geräts gelobt und als Note eine 8 von 10 vergeben.

Tweet von Joe Marini zu einem unveröffentlichten Smartphone (Screenshot: All Things Digital)
Tweet von Joe Marini zu einem unveröffentlichten Smartphone (Screenshot: All Things Digital)

Microsoft-Manager Joe Marini ist zurückgetreten, nachdem er einen Tweet zu einem unveröffentlichten Nokia-Smartphone abgesetzt und damit die Unternehmensrichtlinien verletzt hatte. Das meldet All Things Digital. Der Tweet stammt vom 7. September und blieb zunächst wenig beachtet.

Die erste Botschaft von Marini an seine Follower lautete: „Ich habe gerade eines der schicksten #Nokia-Phones probieren können, das ich je gesehen habe. Bald könnt Ihr das auch!“ Außerdem enthielt sie den Hashtag „#WP7“ für Windows Phone 7, Microsofts Smartphone-Betriebssystem. Es folgten weitere Tweets; Marini vergab als Note eine 8 (von 10) und schrieb, „die Kamera war gut, aber ich hatte keine optimale Beleuchtung“.

Marini war in der Abteilung für Windows Phone als Principal Program Manager angestellt. Anscheinend ist er zurückgetreten, nachdem man ihn darauf hinwies, dass er die Richtlinien seines Arbeitgebers verletzt hat. „Wir diskutieren keine Personalentscheidungen, aber ich kann bestätigen, dass Joe Marini nicht mehr für Microsoft arbeitet“, zitiert All Things Digital einen Microsoft-Sprecher.

In Marinis Twitter-Stream findet sich bisher kein Hinweis auf das Ende des Beschäftigungsverhältnisses. Nokias erste Smartphones mit Windows Phone 7 sollen noch in diesem Herbst erscheinen.

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2 Kommentare zu Microsoft-Manager nach Tweet über Nokia-Smartphone zurückgetreten

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  • Am 21. September 2011 um 21:24 von unbekannter

    zurückgetreten?
    entweder man kündigt oder wird gefeuert – aber zurücktreten von einem Job und dann dort vom manager zum Nobody … eine komische Wortwahl

    bis denne

    • Am 22. September 2011 um 10:17 von schulte

      AW: zurückgetreten
      Die Wortwahl entspricht der aktuellen political correctness.

      Das sagt nichts aus, suggeriert Größe und gibt vor allem für das Unternehmen keine Angriffsfläche für eine spätere Klage – was ja auch bei uns inzwischen sehr beliebt ist.

      In der Praxis wird dem Herrn wohl in einem vertraulichem Gespräch eröffnet wurden sein, gegen wie viele Corporate-Governance- und andere Geheimhaltungsklauseln er verstoßen hat, und dass er da besser Konsequenzen zieht. Er wird noch max. 6 Monate im Unternehmen an einer Stelle arbeiten, an der er keine Aufmerksamkeit und keinen Schaden anrichten kann und dann weg sein.
      In 6 Monaten kräht aber auch wirklich noch nicht einmal ein ChickenMcNugget nach ihm.

      gruß
      schulte

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