Bericht: Marc Andreessen an Yahoo interessiert

Auch die üblichen Verdächtigen versuchen angeblich ihr Glück: Microsoft, Yahoo Japan und die Alibaba Group. Dazugestoßen sind Digital Sky Technologies aus Russland und der ehemalige News-Corp-Manager Peter Chernin.

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Allem Anschein nach will erneut eine Reihe von Unternehmen versuchen, Yahoo zu kaufen. Laut All Things Digital führt der Intenetkonzern unter anderem Gespräche mit Marc Andreessens Venture-Capital-Firma Andreessen Horowitz. Yahoo selbst hatte zuletzt behauptet, es stehe nicht zum Verkauf.

Andreessen Horowitz arbeitet demnach mit der Privatbeteiligungsfirma Silver Lake zusammen. Ein solcher Deal könnte laut All Things Digital weitere Partner einschließen – etwa Digital Sky Technologies (DST) aus Russland, Yahoos japanischen Partner Masayoshi Son, den ehemaligen News-Corp-Manager Peter Chernin, der mit Providence Equity Partners verbandelt ist, sowie Yahoos chinesischer Partner, die Alibaba Group. Demnach könnte sich auch Microsoft an einer Übernahme beteiligen.

All Things Digital zitiert Quellen innerhalb und außerhalb von Yahoo. Marc Andreesen und Ben Horowitz sind demnach der Ansicht, dass Yahoos Aktivposten und Marke immer noch stark sind.

Vor drei Jahren hatte Yahoo mit viel Aufhebens ein ausgesprochen gutes Angebot seitens Microsoft wiederholt ausgeschlagen. Der Softwarekonzern bot im Februar 2008 44,6 Milliarden Dollar oder zu 31 Dollar je Aktie vor, was einem Aufschlag von 62 Prozent auf den Schlusskurs vom 31. Januar bedeutete. Yahoo verhandelte in der Folge mit Time Warner wegen einem Zusammenschluss mit AOL, um die drohende Übernahme durch Microsoft zu verhindern. Das Unterfangen scheiterte jedoch.

Anfan April 2008 lehnte Yahoo Microsofts Angebot erneut ab. Damals hieß es, das Kaufangebot über 44,6 Milliarden Dollar werde dem Wert des Unternehmens nicht gerecht. Anfang Mai stellte der Softwarekonzern daraufhin seine Bemühungen ein. CEO Steve Ballmer nährte jedoch schon Mitte Oktober desselben Jahres neuerliche Gerüchte über eine mögliche Übernahme von Yahoo – die jedoch wieder im Sand verliefen.

Mitte Oktober 2010 gab es Spekulationen, dass AOL oder News Corp an einem Kauf des Onlineportals interessiert seien. Auch damals hieß es, dass die Manager der Yahoo-Partner in Japan und China involviert seien: Masayoshi Son von Yahoo Japan und Jack Ma, Chef der Alibaba Group. Yahoo hält große – und auch ausgesprochen wertvolle – Anteile an diesen beiden Unternehmen. Würde ein Investor Yahoo übernehmen und diese Anteile verkaufen, käme ihn Yahoo selbst relativ billig.

Vergangene Woche war ein Bericht aufgetaucht, wonach Jerry Yang, einer der Gründer und zweifacher Ex-CEO von Yahoo, das Unternehmen zurückkaufen will. Er scheint zudem auf Konfrontantionskurs zum Leiter des Aufsichtsrats, Roy Bostock, zu gehen. Den Aufsichtsrat hat auch eine Investorengruppe namens Third Point massiv kritisiert.

Themenseiten: Andreessen Horowitz, Business, DSt, News Corp, Yahoo, digital sky technologies, Übernahmen

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