Gartner schätzt Markt für SaaS 2011 auf 12,1 Milliarden Dollar

Zwei Drittel des Umsatzes werden in Nordamerika erwirtschaftet. Vorreiter in Europa sind Großbritannien, Irland, die Niederlande und die skandinavischen Länder. Europäer stören bei SaaS vor allem die begrenzten Anpasssungsmöglichkeiten.

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Gartner rechnet für 2011 durch Software-as-a-Service-Angebote weltweit mit einem Umsatz von 12,1 Milliarden Dollar. Das sind rund 20 Prozent mehr als im Vorjahr. In Westeuropa wird der Umsatz mit SaaS 2011 rund 2,7 Milliarden Dollar erreichen. Mit einem Anstieg von etwas über 23 Prozent im Vergleich zu 2010 entwickelt sich dieser Markt überdurchschnittlich gut. Allerdings trägt er bisher nur 18 Prozent zum Gesamtmarkt bei. Auf Nordamerika entfallen 2011 mit 7,7 Milliarden Dollar fast zwei Drittel des weltweiten SaaS-Umsatzes.

„Die zunehmende Vetrautheit mit dem Modell, die weiterhin unter strenger Beobachtung stehenden IT-Budgets und das Wachstum bei Platform-as-a-Service-Entwickler-Communities sowie das Interesse an Cloud-Computing allgemein sind die Triebkräfte der SaaS-Adaption“, sagt Gartner-Analystin Sharon Mertz. CRM ist weltweit immer noch die meistgenutzte SaaS-Anwendung. Angebote für Webkonferenzen, E-Learning und Reisebuchungen finden vor allem in Nordamerika Zuspruch. Auch sonst varieren Grad und die Gründe der SaaS-Nutzung nach wie vor stark nach Region, Land und Marktsegment.

In Europe sieht Mertz die Gesamtbetriebskosten als wichtigsten und am häufigsten ausschlaggebenden Vorteil von SaaS. In Asien und Nordamerika schätzen Kunden dagegen vor allem die kurzen Implementierungszeiten. Dass bei der SaaS-Nutzung gegenüber dem Lizenzmodell die anfänglichen Anschaffungskosten deutlicher niedriger sind, ist vor allem nordamerikanischen Kunden wichtig.

Auch die von den Firmen als größten Hindernisse auf dem Weg zur SaaS-Nutzung angegeben Gründe unterscheiden sich. In Europa sind es in erster Linie die begrenzten Anpassungsmöglichkeiten, in Asien und Nordamerika vorrangig die eingeschränkten Integrationsmöglichkeiten in bereits vorhandene Systeme.

Als SaaS-Vorreiter in Europa nennt die Analystin Großbritannien, Irland, die Niederlande und die skandinavischen Länder. Ursachen dafür seien die traditionell offene Haltung gegenüber neuen Technologien, die breit verfügbare und gut ausgebaute Internet-Infrastruktur sowie die Tatsache, dass Englisch die dominierende Geschäftssprache ist. Gerade letzteres erleichtere es nordamerikanischen Anbietern, dort Fuß zu fassen, und lokalen Anbietern, ihre Lösungen ohne hohen Lokalisierungaufwand auch in anderen Ländern der Region zu vertreiben.

Für 2015 prognostiziert Gartner in Westeuropa durch SaaS-Angebote einen Umsatz von 4,8 Milliarden Dollar. In Osteuropa soll er im selben Jahr bei 270 Millionen Dollar liegen. Nordamerika bleibt mit einem Gesamtvolumen von fast 13 Milliarden Dollar auch 2015 der wichtigste Markt. Allerdings ist der Anteil dieser Region am Weltmarkt leicht rückläufig: Laut Gartner sollen es 2015 nur noch gut 60 Prozent sein.

Themenseiten: Business, Cloud-Computing, SaaS

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1 Kommentar zu Gartner schätzt Markt für SaaS 2011 auf 12,1 Milliarden Dollar

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  • Am 19. September 2011 um 13:00 von Jacqueline Bangert

    Bei SaaS auch an die Performance denken
    Gartners Prognosen zeigen, dass Firmen das Potential von SaaS, nämlich weniger Kosten und mehr Flexibilität, erkannt haben. Jedoch bestehen weiterhin Risiken, die CIOs bewältigen müssen. Da Netzwerkverbindungen und virtualisierte Rechenressourcen geteilt werden, hat der SaaS-Bedarf eines Nutzers Auswirkung auf die SaaS-Performance eines anderen Nutzers. Gleichzeitig wird die Erwartung der Endverbraucher nach einem reibungslosen und schnellen Service durch SaaS nicht verringert. Die IT muss also nach wie vor sicherstellen, dass die Performance nicht gehemmt wird – auch wenn dies außer ihrer Kontrolle ist. CIOs, die von den Vorteilen von SaaS profitieren möchten, müssen Application Performance Management daher als ihre dringendste Aufgabe sehen. Andernfalls werden sie es mit massiven Beschwerden der Endverbraucher zu tun haben.

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