IDC: Westeuropäischer Handymarkt schrumpft 3 Prozent im zweiten Quartal

Die Branche verkauft zwischen April und Juni 42,2 Millionen Geräte in der Region. Smartphones erreichen mit 52,2 Prozent erstmals einen größeren Anteil als Feature Phones. Deren Verkäufe brechen im Jahresvergleich um 29 Prozent ein.

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Handyhersteller haben im zweiten Quartal in Westeuropa weniger Mobiltelefone abgesetzt als im Vorjahreszeitraum. Die Verkaufszahlen gingen IDC zufolge um 3 Prozent auf 42,2 Millionen Stück zurück. Grund dafür ist eine geringe Nachfrage nach herkömmlichen Handys, sogenannten Feature Phones, die zwischen April und Juni erstmals weniger Käufer fanden als Smartphones.

Der Anteil von Smartphones am Handymarkt erhöhte sich auf 52 Prozent. Insgesamt setzte die Branche in dieser Kategorie 21,8 Millionen Geräte ab, 48 Prozent mehr als vor einem Jahr. Die Feature-Phone-Verkäufe brachen um 29 Prozent auf 20,4 Millionen Einheiten ein.

„Smartphones dominieren jetzt den westeuropäischen Handymarkt und die Anbieter mit starken Portfolios in diesem Segment festigen ihre Positionen“, sagte Francisco Jeronimo, Research Manager für mobile Geräte bei IDC. Android-Mobiltelefone von Samsung, HTC und Sony Ericsson hätten vor allem Symbian Marktanteile abgenommen, während Nokia den Umstieg auf Microsofts Windows Phone 7 vollziehe.

Das Minus des gesamten Markts begründete Jeronimo aber auch mit der wirtschaftlichen Lage in der Eurozone, die einen direkten Einfluss auf die Nachfrage durch Verbraucher habe. Zudem seien die anderen Hersteller nicht in der Lage gewesen, Nokias Verluste mit Symbian vollständig aufzufangen. Jeronimo vermutet, dass einige Besitzer von Nokia-Smartphones die Anschaffung neuer Handys verschieben, bis die Finnen ihre ersten Windows-Phone-Geräte auf den Markt bringen.

Androids Marktanteil stieg im zweiten Quartal auf 48,5 Prozent. Die Zahl der verkauften Handys mit Googles Mobilbetriebssystem kletterte sogar um 352 Prozent auf 10,5 Millionen Stück.

Davon profitierte vor allem Samsung, das mit 13,9 Millionen Geräten (plus 29 Prozent) nicht nur die meisten Handys, sondern mit 4,8 Millionen Stück (plus 700 Prozent) auch die meisten Smartphones verkaufte. Nokias Absatzzahlen brachen um insgesamt 44 Prozent ein, im Smartphone-Segment um 60 Prozent. Dort rutschten die Finnen im Vergleich zum zweiten Quartal 2010 auf den fünften Platz ab, hinter HTC und Research In Motion.

Apple war im zweiten Quartal hinter Samsung der zweitgrößte Smartphone-Anbieter. 4,6 Millionen verkaufte iPhones verhalfen dem Unternehmen aus Cupertino zu einem Anteil von 21 Prozent. Im gesamten Handymarkt reichte es für Platz 3, hinter Nokia und vor HTC und RIM.

IDC: Anteile am Handymarkt in Westeuropa im zweiten Quartal

Anbieter Verkaufszahlen 2. Quartal 2011 Marktanteil 2. Quartal 2011 Verkaufszahlen 2. Quartal 2010 Marktanteil 2. Quartal 2010 Veränderung zum Vorjahr
Samsung 13,9 Mio. 33 % 10,8 Mio. 25 % 29 %
Nokia 9 Mio. 21 % 16,2 Mio. 37 % -44 %
Apple 4,6 Mio. 11 % 2,8 Mio. 6 % 64 %
HTC 3,1 Mio. 7 % 1,4 Mio. 3 % 121 %
Reserach In Motion 3 Mio. 7 % 2,6 Mio. 6 % 15 %
Andere 8,6 Mio. 21 % 9,7 Mio. 23 % -11 %
Gesamt 42,2 Mio. 100 % 43,5 Mio. 100 % -3 %

Themenseiten: Android, Apple, Business, Google, HTC, Handy, IDC, Marktforschung, Microsoft, Mobile, Nokia, Research In Motion, Samsung, Smartphone, Symbian

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