Jerry Yang will angeblich Yahoo kaufen

Der Gründer hält derzeit 3,6 Prozent der Anteile. Es bestehen aber Zweifel, ob er eine Finanzierung stemmen kann. Andere Aktionäre fordern inzwischen eine Demission des gesamten Aufsichtsrats.

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Jerry Yang, einer der Gründer und zweifacher Ex-CEO von Yahoo, will das Unternehmen laut einem Bericht von Business Insider zurückkaufen. Er scheint zudem auf Konfrontantionskurs zum Leiter des Aufsichtsrats, Roy Bostock, zu gehen. Den Aufsichtsrat hat auch eine Investorengruppe namens Third Point massiv kritisiert.

Third Point, das 5,1 Prozent an Yahoo hält, wirft dem Gremium vor, die jetzt entlassene Chefin Carol Bartz vor 20 Monaten überhaupt eingestellt zu haben. Außerdem habe Bostock zu lange an Bartz festgehalten, unter deren Führung sich Yahoos Wert halbierte. Noch schlimmer sei aber der Fehler gewesen, 2008 – als Yang CEO war – ein Übernahmegebot von Microsoft abzulehnen. Microsoft bot damals 31 Dollar je Aktie. Heute ist das Yahoo-Papier etwas über 13 Dollar wert.

„Einfach nur den CEO zu wechseln, wird nicht ausreichen, um wirklich den Kurs des Unternehmens zu korrigieren“, schreibt Third Point außerdem in seinem Brief an Yahoo. Der komplette Aufsichtsrat müsse entlassen werden.

Nach einer Privatisierung, etwa durch Yang, könnte Yahoo auf öffentlichkeitswirksame Restrukturierungen verzichten. Der Fokus läge nicht mehr allein auf dem Aktienkurs. Im Erfolgsfall könnte man anschließend wieder an die Börse gehen. Allerdings bezweifeln Beobachter, dass Jerry Yang eine Finanzierung für diese Maßnahme stemmen kann. Der frühere CEO hält derzeit persönlich 3,6 Prozent der Yahoo-Anteile.

Zur Nachfolge von Carol Bartz gibt es bisher wenige Gerüchte. Offenbar muss Yahoo erst einmal klären, wer außer ihr alles noch seinen Posten räumen muss.

Themenseiten: Business, Krise, Yahoo

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