Nvidia-CEO erwartet bis 2015 zehnfaches Wachstum bei Mobilchips

Laut Jen-Hsun Huang ist Nvidia der einzige große Player im Mobilgeschäft neben Qualcomm. Von Intel sieht er sich nicht bedroht. Dessen Atom-Chips nutzen nicht die Architektur, für die derzeit die meisten Anwendungen geschrieben werden.

Jen-Hsun Huang (Bild: Nvidia)
Jen-Hsun Huang (Bild: Nvidia)

Bis 2015 will Nvidia-CEO Jen-Hsun Huang das Geschäft mit Mobilchips auf 20 Milliarden Dollar verzehnfachen. Der Umsatz mit Grafikprozessoren solle im gleichen Zeitraum um 75 Prozent auf 7 Milliarden Dollar wachsen, erklärte Huang bei einem Runden Tisch vor Reportern.

„Wir werden ein ganz schöne Größe sein, mit der man es erst einmal aufnehmen muss“, sagte Huang. In den vergangenen Jahren hatte sich Nvidia aus dem Geschäft mit Desktop-Prozessoren zurückgezogen und stärker auf den schnell wachsenden Markt für Mobilprozessoren gesetzt. Seine Tegra-Chips kommen unter anderem in Samsungs Galaxy S2 zum Einsatz. Huang zufolge gibt es bei Smartphones und Tablets nur zwei ernstzunehmende Chiphersteller: „Wir sind die einzigen, die noch gemeinsam mit Qualcomm auf der Tanzfläche stehen.“

2011 gebe es einen Markt von rund 100 Millionen Geräten, die Mobilprozessoren benötigten. Kommendes Jahr könnte diese Zahl Huang zufolge auf eine Milliarde steigen. Er erwartet, dass das Wachstum durch massenkompatible Smartphones angetrieben wird, ebenso wie durch Computer mit ARM-Prozessoren und die Ausbreitung von energieeffizienten, ultradünnen Notebooks.

Hunag schätzt, dass Tegra-Chips in rund der Hälfte aller High-End-Smartphones mit Android und 70 Prozent aller Android-Tablets zum Einsatz kommen. Nvidia werde in beiden Bereichen auch weiterhin einen hohen Marktanteil besitzen. Eine Möglichkeit, das Geschäft auszubauen, sieht Huang in der Aquisition von Icera. Sie ermögliche es seinem Unternehmen, einen Funkchip mit einem Zentralprozessor zu verbinden, wie es etwa Qualcomm bei seinen Snapdragon-Prozessoren tut.

„Wer jetzt noch keine Mobilstrategie hat, sitzt ganz tief in der Tinte“, sagte Huang. „Wenn du jetzt noch keine Mobilprozessoren produzierst, bist du sieben Jahre zu spät dran.“ Hewlett-Packards Entscheidung, sein PC-Geschäft auszulagern und die WebOS-Sparte aufzusplitten, sei auf eine zu wenig umrissene Mobilstrategie zurückzuführen.

Von Intel fühlt sich Huang aus einem ähnlichen Grund nicht bedroht: „Sie sprechen die falsche Sprache. Wir sind überhaupt nicht besorgt.“ Intels energieeffiziente Atom-Chips setzten nicht auf derselben Architektur auf wie ARM-Prozessoren, die momentan im Großteil der Mobilgeräte verbaut sind. ARM sei ein großer Vorteil, weil die meisten Mobilanwendungen für diesen Standard geschrieben würden anstatt für Intels.

Themenseiten: Android, Business, Mobil, Mobile, Nvidia, Prozessoren, Qualcomm, Samsung, Smartphone, Tablet, iPad

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