HP produziert noch eine letzte Charge TouchPads

Trotz der beschlossenen Einstellung des WebOS-Tablets gibt HP noch einmal eine begrenzte Stückzahl in Auftrag. Die riesige Nachfrage nach der drastischen Preissenkung traf das Unternehmen unvorbereitet. Es will WebOS weiter unterstützen.

Das eigentlich eingestellte TouchPad wird nochmals nachproduziert (Bild: HP).
Das eigentlich eingestellte TouchPad wird nochmals nachproduziert (Bild: HP).

Hewlett-Packard hat angekündigt, sein WebOS-Tablet TouchPad noch einmal nachzuproduzieren. Damit reagiert das Unternehmen auf die riesige Nachfrage im Abverkauf zu Preisen ab 99 Dollar beziehungsweise 99 Euro. Nachdem sich das Tablet zunächst zu den angesetzten Preisen ab 499 Dollar kaum verkauft hatte, entschied sich HP schon nach wenigen Wochen zu einer Einstellung der Produktion. Der drastisch herabgesetzte Preis aber sorgte für einen Nachfrageanstieg, mit dem HP offensichtlich nicht gerechnet hatte.

Der Hersteller kündigte nun eine begrenzte Liefermenge von TouchPads an, die in den kommenden Wochen eintreffen soll. „Wir werden eine begrenzte Anzahl von TouchPads mit WebOS in unserem vierten Geschäftsquartals 2011 fertigen, das am 31. Oktober endet“, verspricht PR-Manager Mark Budgell auf einer Webseite des Unternehmens. Genauere Angaben über Menge und Lieferzeitpunkt der letzten Herstellungscharge machte er nicht. HP selbst habe alle TouchPads ausverkauft und verfüge derzeit über keine Lagerbestände mehr.

Die Ankündigung erstaunt, weil sich die geschätzten Kosten für die Herstellung eines HP-Tablets auf über 300 Dollar belaufen. „HP reagiert nur noch“, sagt dazu IDC-Analyst Bob O’Donnell. Die extreme Nachfrage im Ausverkauf habe das Unternehmen völlig unvorbereitet getroffen. „Sie wollen einen gewissen Wert für WebOS erhalten, damit sie bei einem eventuellen Verkauf des Betriebssystems so viel wie möglich herausholen können.“

Nach dieser letzten Charge soll es bei HP aber definitiv keine weitere Produktion von Geräten mit WebOS mehr geben. Noch im laufenden Geschäftsquartal will HP diesen Bereich abwickeln. Budgell erwartet, dass einige Händler ihre Preise nicht anpassen oder auf 99 Dollar senken werden: „Jeder Händler wird seine eigenen Preise bestimmen. Erkundigen Sie sich dazu bitte bei Ihrem bevorzugten Händler vor Ort.“

Schon Anfang dieser Woche hatte HP gegenüber ZDNet erklärt, es wolle die Funktionalität des TouchPad verbessern. Das Unternehmen stellte den TouchPad-Besitzern ein „Over-the-Air“-Update in Aussicht sowie ein weiter wachsendes Angebot von Apps.

Themenseiten: Business, Hardware, Hewlett-Packard, Mobile, Tablet

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1 Kommentar zu HP produziert noch eine letzte Charge TouchPads

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  • Am 31. August 2011 um 13:51 von Maxi Post

    nur für die usa
    in deutschland wird es keine neuen geräte mehr geben! vllt hätte der autor vorher mal nen kurzen blick bei twitter riskiert ;)

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