Apple-Patentantrag deutet auf Augmented-Reality-App hin

Das Konzept sieht vor, Informationen in Videoaufnahmen einzublenden. Der Nutzer erhält visuelle Ortsinformationen und Richtungsanweisungen. Das Feature könnte in Apples Kamera-Awendung für iOS Verwendung finden.

Apple hat ein Patent mit der Bezeichnung „Augmented Reality Maps“ beantragt. Es geht um die Einblendung von Informationen und Suchfeatures in Videoaufnahmen mit einem mobilen Kommunikationsgerät, etwa einem iPhone. Die Funktionen sind nicht unähnlich denen einer Stadtplan-App, aber sie stehen in einem Videostream in Echtzeit zur Verfügung.

In der Kurzbeschreibung hält ein Nutzer ein mobiles Gerät in eine Richtung und sieht sich die laufenden Aufnahmen an. Gleichzeitig sendet er eine Suchanfrage an einen Server nach nahegelegenen Sehenswürdigkeiten. Das Kommunikationsgerät ermittelt seinen geographischen Standort, die Ausrichtung der Kamera und die Neigung des Geräts. Als Antwort auf die Suchanfrage blendet es visuelle Informationen in den aufgenommenen Videostream ein. Wenn der Nutzer eine der Sehenswürdigkeiten auswählt, bekommt er eine Karte eingeblendet für den Weg zu diesem Ort.

Eine der Abbildungen illustriert das Konzept mit der Suche nach „Parks“ an einer Kreuzung in der Innenstadt von San Francisco. Auf dem Display werden der nahegelegene Golden Gate Park sowie der Buena Vista Park eingeblendet, ergänzt mit Entfernungsangaben vom gegenwärtigen Standpunkt. In einem anderen Beispiel erhält der Nutzer einen Stadtplan, in dem die Sehenswürdigkeiten in seiner jeweiligen Blickrichtung eingetragen sind.

Apples Patentantrag beschreibt den Vorteil der Anwendung vor allem darin, sich auch ohne herkömmliche Navigation in einer Umgebung zurechtfinden zu können, mit der man nicht vertraut ist: „Wenn beispielsweise eine Richtungsanweisung vorgibt, auf der Main Street in Richtung Norden zu gehen, dann setzt das voraus, dass dem Anwender diese Himmelsrichtung bekannt ist. Manchmal kann es auch schwierig sein, einer empfohlenen Strecke zu folgen, weil Straßenschilder nicht vorhanden oder unleserlich sind.“

Die Software auf den Abbildungen zeigt eine große Ähnlichkeit mit Apples existierender Kamera-Anwendung für Geräte mit iOS. Das spricht dafür, dass das Feature für sie vorgesehen ist und nicht für eine Stadtplan-App. Diese Patentanmeldung Apples lässt vor allem aufhorchen, da sich Apple bislang auf Google Maps und Street View verlässt, wenn es um Landkarten und Stadtpläne geht.

Tatsächlich bietet Street View bereits eine ähnliche Funktionalität, aber nicht in der Echtzeit-Darstellung durch die Kamera. Mit Augmented Reality bei der Suche nach einer Zieladresse behilflich sind auch reichlich Anwendungen von Drittanbietern. Apple selbst bietet Augmented-Reality-Features für die Photobooth-Anwendung in Lion.

So stellt sich Apple künftig eine Suche nach "Parks" an einer Kreuzung in der Innenstadt von San Francisco vor (Bild: USPTO).
So stellt sich Apple künftig eine Suche nach „Parks“ an einer Kreuzung in der Innenstadt von San Francisco vor (Bild: USPTO).

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2 Kommentare zu Apple-Patentantrag deutet auf Augmented-Reality-App hin

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  • Am 19. August 2011 um 23:24 von Peter

    ScanSearch
    Sieht irgend wie nach ScanSearch aus….hat Apple also wieder etwas "erfunden" was es schon gibt :)

  • Am 12. September 2011 um 10:21 von Arnie

    Apple 2011 = Terminator 1984
    das konnte der Terminator T-1000 schon 1984, wenn dieses Patent erteilt werden sollte, sieht man genau wie ernsthaft die US Patentämter solche Anträge prüfen …

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