O2 will bis Ende 2012 auch Berlin, Hamburg und das Ruhrgebiet mit LTE versorgen

Für den Netzausbau wendet der Provider laut Focus einen dreistelligen Millionenbetrag auf. Deutschland-Chef René Schuster zufolge wird LTE vor allem an Hotspots in Großstädten benötigt. Netzlücken auf dem Land sollen Ende 2011 geschlossen sein.

Telefónica O2 plant nach Informationen des Nachrichtenmagazins Focus, einen dreistelligen Millionenbetrag in den LTE-Netzausbau zu investieren. Bis Ende 2012 will der Münchener Provider den schnellen Datenübertragungsstandard Long Term Evolution auch in Ballungsräumen wie Berlin, Hamburg und dem Ruhrgebiet einführen.

„LTE wird vor allem an bestimmten Hotspots in den Großstädten benötigt“, sagte O2-Deutschland-Chef René Schuster dem Magazin. Netzlücken auf dem Land sollen bis Jahresende geschlossen werden. Derzeit lässt sich die schnelle Mobilfunktechnik nur mittels USB-Stick an Notebook oder PC nutzen. Erste Smartphones und Tablets mit LTE-Unterstützung könnten aber noch dieses Jahr auf den Markt kommen.

Den LTE-Regelbetrieb in ländlichen Gebieten hatte O2 am 1. Juli gestartet. Für Privatkunden und Kleinunternehmen stehen unter dem Namen „O2 LTE für Zuhause“ zwei Tarife zur Verfügung. Sie kosten bei zweijähriger Laufzeit regulär 39,90 Euro im Monat, während des ersten Halbjahrs zahlen Kunden monatlich 29,90 Euro.

Zu diesem Preis bietet O2 einen LTE-Zugang mit bis zu 7,2 MBit/s (HSDPA) sowie eine Internetflatrate mit Zwangsdrosselung. Privatkunden stehen 10 GByte, Freiberuflern, Selbständigen und Kleinunternehmen 12 GByte pro Monat zur Verfügung, ehe die Übertragungsgeschwindigkeit bis zum Ende des Abrechnungszeitraums auf 384 KBit/s (UMTS) reduziert wird.

Einen LTE-Router mit WLAN ist bei O2 für 49,90 Euro erhältlich. Die Einrichtungsgebühr beträgt ebenfalls 49,90 Euro. Jeder Kunde darf den LTE-Zugang 30 Tage lang testen, während denen er jederzeit kündigen kann. Die Kosten für den WLAN-Router erstattet O2 dann in vollem Umfang.

Der LTE-Tarif für Privatkunden von O2 entspricht exakt dem Angebot des Konkurrenten Vodafone. Auch dieser bietet einen 7,2-MBit/s-Zugang mit 10 GByte Inklusivvolumen für 39,99 Euro im Monat an. LTE mit Datenraten von bis zu 21,6 MBit/s und 15 GByte Inklusivvolumen kostet bei Vodafone monatlich 49,99 Euro. Für die Spitzengeschwindigkeit von bis zu 50 MBit/s und 30 GByte Volumen verlangt der Düsseldorfer Provider 69,99 Euro im Monat.

Das Double-Play-Angebot „Call & Surf Comfort via Funk“ der Deutschen Telekom enthält für monatlich 39,95 Euro eine Festnetz- sowie Datenflatrate. Allerdings liegt die Downloadgeschwindigkeit nur bei maximal 3 MBit/s. Das ist zwar deutlich langsamer als die meisten DSL-Anschlüsse, wer bislang aber per Modem oder ISDN surfen muss, verzeichnet trotzdem einen enormen Geschwindigkeitszuwachs.

Themenseiten: Kommunikation, LTE, Mobil, Mobile, O2, Telekommunikation

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1 Kommentar zu O2 will bis Ende 2012 auch Berlin, Hamburg und das Ruhrgebiet mit LTE versorgen

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  • Am 13. August 2011 um 16:24 von Sebastian Jänicke

    schön wärs…
    "ehe die Übertragungsgeschwindigkeit bis zum Ende des Abrechnungszeitraums auf 384 KByte/s (UMTS) reduziert wird"
    Da ist wohl jemand mit den Einheiten durcheinander gekommen…

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