Google erweitert Google+ um Social Games

Zum Start bietet Google eine Auswahl bekannter Anbieter wie Rovio und Zynga. Die Spiele sollen sich jedoch nicht aufdrängen: Sie laufen getrennt vom Hauptstream. Entwickler ködert Google mit deutlich günstigeren Konditionen als Facebook.

Google hat sein Soziales Netz Google+ wie erwartet um eine Social-Gaming-Plattform erweitert. Spiele wie Angry Birds von Rovio, Bejeweled Blitz von PopCap sowie Zyngas Poker sollen Nutzer locken. Sie können die Games aus dem Social Network heraus spielen, teilweise auch zusammen mit anderen Mitgliedern. Trotz bekannter Titel ist die Spielesammlung noch recht klein im Vergleich zum etablierten Angebot bei Facebook.

Google hält die Bälle absichtlich flach, um „die kleinen Macken aus unseren APIs zu bekommen“, wie Entwicklungsleiter David Glazer erklärte. Bis zum vollen Rollout werde das Unternehmen weitere Entwickler und Features „in kleinen Schritten“ aufnehmen. In einem Blogeintrag stellt Vic Gundotra, Senior Vice President für Social Media, einen „baldigen“ Zugang für alle Nutzer von Google+ in Aussicht.

Für Spiele auf Google+ gibt es eine eigene Seite, die sich nicht mit dem Hauptstream vermischt (Screenshot: ZDNet).
Für Spiele auf Google+ gibt es eine eigene Seite, die sich nicht mit dem Hauptstream vermischt (Screenshot: ZDNet).

Zu den Spielen führt eine zusätzliche Schaltfläche neben denen für Fotos, Profil und Kreise. Anders als bisher bei Facebook ist Googles Spielewelt besser von anderen sozialen Aktivitäten zu trennen. Der Games-Button führt zu einer eigenen Spieleseite, die auch Punktstände und Einladungen anderer Spieler aus den eigenen Kreisen aufführt. Wer keine Lust auf Spielchen habe, werde damit auch nicht belästigt, versicherte Gundotra: „Wenn Sie sich nicht für Spiele interessieren, sind sie einfach zu ignorieren. Ihr Stream bleibt konzentriert auf die Unterhaltungen mit den Menschen, die Ihnen wichtig sind.“

Inzwischen hat Facebook bekannt gegeben, die eigene Plattform in ähnlicher Weise überarbeitet zu haben. Auch seine Mitglieder sollen künftig bestimmen können, wer über ihre Spielaktivitäten informiert wird.

Während Facebook von den Einnahmen für In-Game-Transaktionen stets 30 Prozent für sich selbst einbehält, beschränkt sich Google offenbar derzeit auf eine Provision von nur fünf Prozent. Die Höhe könnte sich allerdings noch ändern , wie VentureBeat vom für Google+ verantwortlichen Produktmanager, Bradley Horowitz, erfahren hat. VentureBeat führte sein Videointerview mit Howowitz über den Dienst Hangout in Google+.

Google selbst hat seit Erreichen der 20-Millionen-Marke keine Mitgliederzahlen genannt. ComScore zufolge kam Google+ in der vergangenen Woche auf 25 Millionen Nutzer. Obwohl offiziell noch in einer „frühen Testphase“, gewinnt das Social Network täglich rund eine Million Nutzer und wächst deutlich schneller als Facebook und Twitter in ihren frühen Jahren.

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