Khronos aktualisiert OpenGL auf Version 4.2

Sie optimiert das Pixel-Rendering und die Geometrie. Zudem werden Speicher und Bandbreite besser ausgenutzt. Die Khronos Group hat auch das Feedback von Entwicklern stark in das jüngste Release einfließen lassen.

Die gemeinnützige Khronos Group hat Version 4.2 von OpenGL veröffentlicht. Das Update stattet die 2D- und 3D-Grafik-API mit neuen Funktionen aus. Beispielsweise verbessert OpenGL 4.2 das Pixel-Rendering, die Geometrie sowie die Effizienz von Speicher und Bandbreite. Kurz gesagt ermöglicht es eine bessere Grafik auf einer ganzen Reihe von Plattformen.

Laut Neil Trevett, Vizepräsident für mobile Inhalte bei Nvidia und Präsident der Khronos Group, hatte es viele Anfragen seitens Entwicklern nach Verbesserungen bei Performance und Funktionen gegeben. Die Gruppe habe einen großen Teil der Rückmeldungen in das jüngste Release einfließen lassen und sowohl die API als auch die Shading-Sprache ausgebaut.

OpenGL hat sich in den vergangenen fünf Jahren rasch entwickelt. Seit 2008 erscheint mehrmals im Jahr eine neue Version. Im Gegensatz dazu hat es für Microsofts Grafik-API DirectX seit Oktober 2009 kein größeres Update mehr gegeben.

OpenGL hat sich im Gegensatz zu Microsofts DirectX in den vergangenen Jahren rasch weiterentwickelt (Bild: Khronos Group).
OpenGL hat sich im Gegensatz zu Microsofts DirectX in den vergangenen Jahren rasch weiterentwickelt (Bild: Khronos Group).

Neben der Veröffentlichung von WebGL 4.2 hat Khronos erneut dazu aufgerufen, an seinen zwei jüngsten Arbeitsgruppen teilzunehmen: StreamInput und WebCL. Erstere definiert eine Multi-Plattform-API für die Verarbeitung erweiterter Sensorinformationen und Nutzerinteraktionen. Sie soll ein generell einsetzbares Framework liefern, um von aufwändigen Sensoren wie Kameras, Touchscreens, Bewegungs- und Lagesensoren generierte Daten zu verarbeiten – ebenso wie Informationen traditioneller Eingabegeräte.

WebCL soll dagegen die hardwarebeschleunigte Berechnung von Anwendungsprozessen mithilfe eines Grafikchips (GPGPU-Computing) im Browser ermöglichen. Es setzt auf OpenCL auf und ist insbesondere für mathematische Aufgaben geeignet, die sich in unabhängige Teile herunterbrechen und parallel verarbeiten lassen. Zudem verbraucht es weniger Energie. Einsatzgebiete für WebCL wären etwa Algorithmen zur Bildverarbeitung oder Physik-Engines.

Themenseiten: 3D-Content, Forschung, Internet, Khronos Group

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