Webradio Spotify meldet 70.000 US-Abonnenten nach einer Woche

Rhapsody kann 800.000 zahlende Nutzer vorweisen. Napster hat 761.000 Abonnenten. Beide sind seit Jahren in den USA aktiv. Als größter Fan ihres neuen Mitbewerbers gilt Facebook-Gründer Mark Zuckerberg.

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Der aus Schweden stammende Musikdienst Spotify hat in der ersten Woche nach seinem US-Launch 70.000 Amerikaner als zahlende Abonnenten gewonnen. Dies meldet die Musikzeitschrift Billboard, das auch US-Chartlisten herausgibt. Die Zahl der Gratisabonnenten von Spotify (nur auf Einladung verfügbar) wurde nicht genannt. Billboard nennt auch Vergleichszahlen. Demnach kommt Rhapsody auf 800.000 zahlende Abonnenten, Napster kann rund 761.000 vorweisen. Beide sind seit Jahren auf dem US-Markt aktiv.

Die Zahl ist auch insofern erstaunlich, als Spotify keine Werbekampagne gefahren hat und fast nur durch Medienberichte sowie Mund-zu-Mund-Propaganda bekannt wurde. Zu den ersten US-Fans des Diensts zählte Facebook-Gründer Mark Zuckerberg, der schon 2009 ein Lob für das Webradio als Statusupdate verbreitete, als er geschäftlich in Europa unterwegs war.

Der Dienst bietet US-Kunden Zugriff auf 15 Millionen Musiktitel. Er streamt nicht nur Songs auf Computer und Mobilgeräte, sondern enthält auch Social-Media-Elemente. Nutzer können einzelne Lieder oder ganze Playlisten per Drag and drop an Freunde schicken – auch via Facebook, Twitter, SMS und E-Mail. Spotify zufolge wurden so bisher weltweit rund 250 Millionen Playlisten kommuniziert.

Die Schweden hatten seit zwei Jahren mit einem US-Launch geliebäugelt, waren bisher aber an den vier großen Plattenfirmen gescheitert. Im Oktober 2010 waren erste Gerüchte laut geworden, Spotify stehe kurz davor, Lizenzverträge mit Sony, EMI, Warner und Universal unter Dach und Fach zu bringen. Es dauerte aber bis Januar, bis Sony einwilligte. Die drei anderen Labels folgten wenig später. Ursprünglich war der US-Start noch vor Ende 2010 geplant gewesen.

Spotify wurde 2008 gegründet. Zuletzt waren europäischen Kunden über den Dienst nach eigenen Angaben 13 Millionen Titel zugänglich. Es gibt sowohl ein kostenloses, werbefinanziertes Angebot, als auch ein Abonnement. US-Kunden zahlen 4,99 Dollar monatlich für das Basis-Abo; für 9,99 Dollar im Monat können sie Musik auch offline speichern und anhören. In Europa hat Spotify mittlerweile 10 Millionen registrierte Kunden, wie das Unternehmen mitteilte. 1,6 Millionen nutzen die Bezahlversion des Dienstes.

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