Apple lässt sich Offline-App-Käufe patentieren

Aufgrund von Anwenderpräferenzen sollen Apps und Medien in einem Cache liegen. Der Nutzer benötigt zudem ein Prepaid-Konto. Damit sichert sich Apple gegen Käufe insolventer User ab.

Apple App Store

Apple hat einen Patentantrag auf ein System gestellt, das Einkäufe von Mediendateien, Apps und Spielen für iPhone und iPad ohne Internetverbindung ermöglicht. 9to5Mac hat den Antrag entdeckt. Das Konzept basiert auf einem bei Apple vorher gekauften Guthaben – ähnlich wie im Fall einer Guthabenkarte („Apple Gift Certificate“), wie sie in Elektronikmärkten erhältlich sind. Das Guthaben würde allerdings stattdessen auf dem Gerät selbst gespeichert.

Bei nächster Gelegenheit, wenn wieder eine Netzwerkverbindung besteht, würde sich das Gerät mit dem iTunes-Konto des Nutzers verbinden und die Balance ausgleichen. In der Beschreibung heißt es: „Möchte ein Anwender später eine Mediendatei nutzen, aber es steht keine Verbindung zu einem Kommunikationsnetzwerk zur Verfügung, um einen Kauf abzuwickeln, kann das Gerät vorab erworbenes Guthaben nutzen, das lokal gespeichert ist. Durch das Guthaben kann der Medienverkäufer sicher sein, dass der Käufer über ausreichende Mittel für den Erwerb verfügt.“

Das nächste Problem ist es, Medien auf das Gerät zu laden, wenn keine Verbindung besteht. Apple hat auch dafür eine Lösung: Das iPhone oder iPad soll mit einem Cache für Offline-Käufe ausgestattet werden. Die Dateien liegen also schon vor; durch seinen Kauf macht sie der Nutzer für sich verfügbar. Das heißt, dass er sich letztlich vorab eine Wunschliste zusammenstellt. Apps auf dieser Wunschliste kann er dann auch erwerben, obwohl er gerade keine Verbindung hat.

Diese Wunschliste würde Apple mit seiner Genius genannten Technik automatisch erstellen. In dem Patentantrag steht: „Die empfohlenen Elemente können auf Basis bestimmter Kriterien zusammengestellt werden, etwa der in der Bibliothek des Nutzers vorhandenen Medien, der jüngsten Abspiellisten, Bewertungen des Nutzers, kürzlich erworbener oder neuer Medien, vom Nutzer erstellter Profile mit seinen Präferenzen oder einer Kombination solcher Elemente.“

Apple-Konzeptzeichnung mit der Möglichkeit des Offline-Kaufs (Bild: 9to5 Mac)
Apple-Konzeptzeichnung mit der Möglichkeit des Offline-Kaufs (Bild: 9to5 Mac)

Themenseiten: Apple, Business, Mobile, Patente, Software, iPad, iPhone

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1 Kommentar zu Apple lässt sich Offline-App-Käufe patentieren

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  • Am 23. Juli 2011 um 9:02 von Apollo

    Patent-ANTRAG
    Zum X-ten mal: Ein Patent-ANTRAG ist KEIN Patent! Es muss also heißen: Apple WILL SICH offline…..patentieren lassen.

    Zum Inhalt:
    Und wieder ein völliger Unsinn, aus der patentierungswütigen (schwachsinns)-Ideenschmiede. Wobei bei mir immer noch der Patentantrag für den zweiten Dockinganschluss beim iPad in meiner persönlichen Idiotierangliste vorne liegt… ;-)

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