Google kauft Domain „g.co“ für neuen Kurz-URL-Dienst

Der Kaufpreis beträgt angeblich über 1,5 Millionen Dollar. Google will den neuen Dienst ausschließlich für eigene Produkte und Services verwenden. Nutzer sollen sich sicher sein können, dass g.co-URLs sie immer auf Google-Seiten führen.

Google hat die Domain „g.co“ gekauft. Sie soll als Basis für einen neuen Kurz-URL-Dienst des Suchanbieters dienen. Den will das Unternehmen allerdings nur für seine eigenen Produkte und Dienste verwenden.

„Je kürzer eine URL ist, je einfacher kann man sie anderen senden und sich merken. Der Nachteil ist, dass der Anwender oft nicht weiß, auf welche Website er umgeleitet wird“, schreibt Gary Briggs, Vice President für Consumer Marketing bei Google, in einem Blogeintrag. „Wir werden g.co nur verwenden, um Sie auf Websites umzuleiten, die Google gehören. Und nur wir können ‚g.co‘-Kurz-URLs erstellen. Das bedeutet, Sie können sich beim Besuch einer g.co-URL sicher sein, dass Sie immer auf der Seite eines Google-Produkts oder Diensts landen werden.“

Mit Goo.gl betreibt Google bereits seit Dezember 2009 einen Kurz-URL-Dienst. Anfänglich konnte er nur über die Google-Browser-Toolbar und den RSS-Dienst Feedburner genutzt werden. Seit Oktober 2010 steht er der Allgemeinheit über eine eigene Website zur Verfügung. Wie mit den Konkurrenzangeboten Bit.ly und TinyURL lassen sich mit Goo.gl URLs erzeugen, die auf beliebige Internetinhalte verweisen und aus deutlich weniger Zeichen bestehen als die ursprünglichen Links.

Unklar ist, wie viel Google für die Domain bezahlt hat. „.co“ ist die Top-Level-Domain von Kolumbien. Juan Diego Calle, dessen Unternehmen sie vergibt, sagte gegenüber Reuters: „Nach Vertragsabschlüssen mit Amazon und anderen in den vergangenen Monaten liegt der Preis für einen Buchstaben jenseits von 1,5 Millionen Dollar.“

Google wird seinen neuen Kurz-URL-Dienst "g.co" nur für eigene Produkte und Services verwenden (Screenshot: ZDNet).
Google wird seinen neuen Kurz-URL-Dienst „g.co“ nur für eigene Produkte und Services verwenden (Screenshot: ZDNet).

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