Anonymous entwickelt Facebook-Alternative für Hacker

Auf "Anon+" wird niemand dazu angehalten sein, seinen Klarnamen zu verwenden. 17 Entwickler arbeiten der Gruppe zufolge am Projekt mit. Google+ hatte eine Handvoll Profile von Anonymous-Mitgliedern gesperrt.

Das Hackerkollektiv Anonymous arbeitet offenbar an einem eigenen Social Network. Dort wird es – anders als bei Google+ und Facebook – allerdings keine Pflicht geben, seinen Klarnamen anzugeben. Die Domain anonplus.com haben die Aktivisten schon registriert; noch befindet sich dort allerdings eine Platzhalterseite.

Mittlerweile trägt das Social Network den Namen „Anon+“. Unter der Domain presstorm.com stellen die Hacker weitere Informationen zum Projekt bereit. „Die Ära der Schafe ist vorüber. Die Internetze sind nicht länger euer Gefängnis“, steht dort zu lesen.

Bis vor zwei Stunden war unter der Domain anonplus.com dieses Logo zu sehen (Screenshot: ZDNet).
Bis vor zwei Stunden war unter der Domain anonplus.com dieses Logo zu sehen (Screenshot: ZDNet).

Allem Anschein nach handelt es sich bei dem Schritt um eine Reaktion auf den Rauswurf aus Google+: Ein Konto namens „Your Anon News“ ist nach Angaben der Gruppe gesperrt worden, ebenso wie die dazugehörige Google-Mail-Adresse. „Es hat nicht gerade lang gedauert, von Google+ verbannt zu werden“, schreiben die Hacker in einem Blogeintrag. Den Hackern zufolge wurde noch eine Handvoll anderer Profile gesperrt, die mit ihnen in Verbindung gebracht wurden.

Andrew Brunner, Software-Entwickler bei Google, hatte in einem Google+-Eintrag Nutzer dazu angehalten, Konten mit „offensichtlich falschen Namen“ zu melden. „Wir wollen, dass Google+ ein Platz für echte Menschen ist, die sich mit echten Menschen verbinden“, so Brunner. Später stellte er jedoch klar, dass es sich dabei nicht um den im Pass eingetragenen Namen handeln muss. „Die AGB lassen Raum für Interpretationen. Dort steht: ‚Daher müssen Sie bei Google Profile den Namen verwenden, den Sie auch für gewöhnlich im Alltag benutzen.'“

Anonmyous feiert sein angekündigtes Social Network indes schon jetzt als „Revolution“. „Heute heißen wir euch willkommen, um etwas Neues zu beginnen – ein Soziales Netz, in dem es keine Angst vor Zensur oder Ausfällen geben wird und wo sich niemand zurückzuhalten braucht.“ 17 Entwickler, die am Projekt beteiligt sind, werden auf der Seite genannt. Einen Zeitplan für eine Veröffentlichung gibt es aber noch nicht.

Themenseiten: Anonymous, Big Data, Datenschutz, Google, Hacker, Internet, Networking, Politik, Privacy, Soziale Netze

Fanden Sie diesen Artikel nützlich?
Content Loading ...
Whitepaper

ZDNet für mobile Geräte
ZDNet-App für Android herunterladen Lesen Sie ZDNet-Artikel in Google Currents ZDNet-App für iOS

Artikel empfehlen:

Neueste Kommentare 

1 Kommentar zu Anonymous entwickelt Facebook-Alternative für Hacker

Kommentar hinzufügen
  • Am 20. Juli 2011 um 9:45 von Dieter Wurth

    Schließung meines Accountes auf FB
    Hallo , Ihr Artikel gefällt mir sehr gut ! Am Samstag 16.07.2011 wurde ich auf FB gesperrt obwohl ich meinen richtigen Namen angab ! Jedoch nicht viele Freunde habe und mich mehr um viele Seiten im Internet kümmere und dies mit dem GEFÄLLT MIR Banner bekundete ! Auch wurde von mir verlangt daß ich meinen Personalausweis zur Indentivizierung zuschicke ! Was ich auch tat !
    Trotzdem daß alle meine Angaben original wie in meinem Perso bei Facebook eingetragen waren , wurde mein Konto auf FB gesperrt. Eine ausreichende Begründung wurde mir nicht geliefert !
    Wer hat ähnliches erlebt und kann darüber berichten !
    Ich werde mir die Eigenmächtigkeit von FB nicht gefallen lassen , zumal mir dadurch noch ein erheblicher Schaden entsteht , da ich mich bei http://www.VirtaPay.de nicht mehr einloggen kann und z.Zt einen Verlust von über ca. 4.000,– USD habe !
    Meldet Euch bitte recht zahlreich ! DANKE !!!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *