IBM unterstützt OpenOffice mit eigenem Quellcode

Die Apache Foundation erhält über 3 Millionen Zeilen Code. Ziel ist die Integration von für Lotus Symphony entwickelten Funktionen und eine schnellere Weiterentwicklung von OpenOffice. IBM unterstützt das Projekt auch mit Mitarbeitern.

IBM hat den Quellcode für Lotus Symphony, das auf OpenOffice basiert, dem OpenOffice-Projekt der Apache Foundation gespendet. Ziel ist es dem Unternehmen zufolge, die Weiterentwicklung der OpenOffice-Plattform beschleunigen – und zwar mit Hilfe der Erweiterungen, die der Symphony-Code enthält.

„Wir steuern die Standalone-Version von Lotus Symphony zum Apache-OpenOffice.org-Projekt (AOOo) bei“, schreibt Rob Weir, Open Document Format Architect bei IBM, in einer E-Mail. „Wir werden mit Projektmitgliedern zusammenarbeiten, um festzulegen, welche Dinge sinnvollerweise in OpenOffice integriert werden.“ Der Code werde zum Beispiel einen schnelleren Umstieg von der GNU General Public License sowie der GNU Lesser General Public License auf die Apache Lizenz ermöglichen.

Nach Informationen von ZDNet wird das Unternehmen insgesamt mehr als 3 Millionen Zeilen Code an die Apache Foundation übergeben. Außerdem sollen Entwickler von IBM der OpenOffice-Community bei der Integration des Codes helfen. Die Entwicklung von Symphony bei IBM wird demnach fortgesetzt; künftige Änderungen fließen ebenfalls in das Apache-Projekt ein.

Laut Bob Sutor, Vice President für WebSphere bei IBM, haben die Apache-Mitglieder, die sich mit OpenOffice beschäftigen, nun die Gelegenheit, sich IBMs Änderungen am OpenOffice-Code anzusehen. „Wenn sich die Mitglieder entscheiden, sie zu nutzen, dann ist das großartig. Wenn nicht, dann nicht. So funktionieren Open-Source-Communities.“

ODF-Architekt Weir sieht auch keine Konkurrenz zwischen OpenOffice und LibreOffice, das sich nach der Übernahme von Sun Microsystems durch Oracle als eigener Fork abgespalten hatte. „OpenOffice und LibreOffice können beide gewinnen“, schrieb Weir schon im Juni in seinem Blog. Voraussetzung dafür sei, dass alle Anbieter freier Produktivitätsanwendungen an einer Umwandlung des Markts arbeiteten, der mit einem Anteil von über 90 Prozent von Microsoft Office, Corel WordPerfect, Google Docs und Apple iWork dominiert werde.

Oracle hatte die Kontrolle über die Codebasis von OpenOffice.org Anfang Juni an die Apache Foundation übergeben. Das Unternehmen wollte mit dem Schritt nach eigenen Angaben „sein Bekenntnis zu Entwicklern und Open-Source-Communities demonstrieren.“

Themenseiten: Apache Foundation, IBM, Open Source, Oracle, Software

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