Kindle-Konkurrent eröffnet deutschen E-Book-Store

Kobo bietet 80.000 deutsche Titel an; Amazon brachte es bisher nur auf 25.000. Der kanadische Anbieter setzt auf eine "partnerschaftliche Strategie": Er will mit lokalen Verlegern und Buchhändlern zusammenarbeiten.

Ab August will Kobo eine deutschsprachige Version seines E-Readers Kobo Touch Edition auf den Markt bringen (Bild: Kobo).
Ab August will Kobo eine deutschsprachige Version seines E-Readers Kobo Touch Edition auf den Markt bringen (Bild: Kobo).

Das kanadische Unternehmen Kobo hat einen E-Book-Laden in Deutschland gestartet. Er enthält zum Launch rund 2,4 Millionen elektronische Bücher, 80.000 davon in deutscher Sprache. Marktführer Amazon, der seinen deutschen Kindle-Shop erst Ende April dieses Jahres eröffnet hatte, bietet bisher lediglich 25.000 deutschsprachige Titel an.

Kostenlose deutschsprachige Apps für iPhone, iPad sowie Android-Geräte stehen zum Herunterladen bereit; eine Version für RIMs Playbook ist in Planung. Eine deutsche Ausgabe von Kobos E-Reader Touch Edition wird im August in den Handel kommen.

Einen deutschsprachigen Kindle gibt es noch nicht, und auch der hinter Amazon zweitgrößte Buchhändler am Markt – Barnes & Noble – bietet bisher nur englische Versionen seines Nook an. Er deutete jedoch in der Vergangenheit immer wieder an, dass es Pläne gebe, das Lesegerät zu internationalisieren. Hierzulande ist Barnes & Noble noch nicht einmal mit einem englischsprachigen E-Book-Store vertreten.

Kobo-CEO Michael Serbinis sagte gegenüber ZDNet, sein Unternehmen sei bereits die Nummer eins unter den E-Reading-Plattformen in Australien, Kanada und Neuseeland. Weitere länderspezifische E-Book-Stores seien in Italien, Frankreich, Spanien und den Niederlanden geplant. Serbinis erklärte, Kobo habe einen „partnerschaftlichen Ansatz“ mit lokalen Buchhandlungen und Verlegern gewählt. Daraus ergebe sich in Europa ein Vorteil gegenüber Amazons Weg. Amazon gehe die Sache hinsichtlich der Endkunden viel direkter an, und Buchhändler seien daher eher misstrauisch.

„In Ländern wie Deutschland freuen sich Verleger und Buchhändler über das Potenzial von E-Books, aber sie wollen nicht dieselben Fehler machen, die ihrer Ansicht nach in den USA passiert sind“, erklärte Serbinis. „Wenn es um den E-Book-Markt geht, wirkt Europa so wie die USA vor zwei Jahren. Im Grunde haben sie zwei Jahre Verspätung.“

Themenseiten: Amazon, Amazon, Android, E-Books, E-Commerce, Internet, Mobile, iPad, iPhone, iPod

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