eBay zahlt 240 Millionen Dollar für Mobile-Payments-Anbieter

Zong ermöglicht Zahlungen via Handy und PC. Nutzer geben ihre Handynummer ein und erhalten einen Einmal-PIN, um die Transaktion zu bestätigen. Abgerechnet wird über die Mobilfunkrechnung.

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eBay hat den mobilen Bezahldienst Zong übernommen. Es zahlt 240 Millionen in bar, wie das Unternehmen mitteilte. Vorbehaltlich regulatorischer Bedenken soll die Transaktion soll im dritten Quartal 2011 abgeschlossen sein.

Zong ist darauf spezialisiert, Zahlungen über die Rechnungen von Mobilfunkprovidern abzuwickeln. Es arbeitet weltweit mit über 250 Anbietern zusammen – in 45 Ländern und 21 Sprachen.

Nutzer haben die Möglichkeit, per Handy oder PC einzukaufen: Sie geben ihre Handynummer ein, erhalten einen Einmal-PIN, versenden die Zahlung und erhalten sofort eine Bestätigung. Auch die Konten werden unmittelbar synchronisiert.

„Der Handel verändert sich. Mit Handys tragen wir ein ganzes Einkaufszentrum in unserer Hosentasche herum“, sagte Scott Thompson, Präsident von PayPal. Zong werde dem Unternehmen dabei helfen, Nutzern mehr Auswahlmöglichkeiten und Sicherheit beim Bezahlen zu bieten. „Unsere Kunden freuen sich darüber, einfach mit ihrer Handynummer bezahlen zu können“, erklärte Zong-CEO David Marcus.

Mit seiner Tochter PayPal verfügt eBay seit langem über einen viel genutzten Bezahldienst, mit weltweit rund 100 Millionen Konten. Zong ermöglicht ihm, seine Fühler stärker in Richtung eines Bezahldienstes für digitale Güter auszustrecken. Wenn es beide Dienste zusammenbringt, könnte sich für eBay ein Vorsprung gegenüber Konkurrenten ergeben.

eBays Wettbewerber setzen jedoch weniger auf Zahlungen per SMS, sondern auf Near Field Communication (NFC). Visa hat erst Mitte Juni den NFC-Dienstleister Fundamo übernommen. Sein Bezahldienst soll diesen Herbst starten. MasterCard unterstützt dagegen das Konkurrenzprodukt Google Wallet.

Juniper Research geht etwa davon aus, dass in den nächsten eineinhalb Jahren in mehr als 20 Ländern NFC-Dienste starten werden. Als größte Hürde stufen die Analysten die Sicherheitsbedenken von Nutzern ein.

Themenseiten: Business, E-Commerce, Ebay, Paypal

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