US-Justizministerium untersucht Sonys Akku-Geschäft

Möglicherweise geht es um einen Preiskrieg bei wiederaufladbaren Batterien im vergangenen Jahr. Sony erhielt schon im Mai einer erste Vorladung des Department of Justice. Der Konzern will mit den Wettbewerbshütern kooperieren.

Das US-Justizministerium hat eine laufende Untersuchung zu Geschäftspraktiken von Akkuherstellern auf Sony ausgeweitet. Das geht aus Unterlagen hervor, die der japanische Elektronikkonzern zusammen mit seiner Jahresbilanz bei der US-Börsenaufsicht Securities and Exchange Commission (SEC) eingereicht hat.

Die für Kartellverfahren zuständige Abteilung des Department of Justice (DOJ) hatte Sony demnach schon im Mai eine Vorladung zugestellt. Gegenüber Bloomberg erklärte ein Sony-Sprecher nun, sein Unternehmen werde mit den Behörden kooperieren.

„Sony weiß, dass das DOJ den Wettbewerb im sekundären Akku-Markt untersucht. Basierend auf dem Stand der Ermittlungen kann die Höhe eines möglichen Verlusts durch ein nachteiliges Urteil, einen Vergleich oder eine andere Lösung dieser Angelegenheit nicht geschätzt werden“, heißt es in den Börsenunterlagen.

Sony ist neben Samsung, Panasonic und LG Electronics einer der weltweit größten Hersteller von Lithium-Ionen-Akkus. Die wiederaufladbaren Batterien werden überwiegend in Unterhaltungselektronik wie Laptops und Smartphones, aber auch in Elektrofahrzeugen eingesetzt. Möglicherweise stehen die Ermittlungen der US-Justiz in Verbindung zu einem Preiskrieg, der im vergangenen Jahr durch eine Überproduktion von Akkus ausgelöst worden war.

Sonys Akku-Geschäft war zuletzt durch Rückrufaktionen in den Jahren 2006 und 2008 in den Schlagzeilen. Durch einen Produktionsfehler konnten die Akkus überhitzen, was in einigen Fällen dazu geführt hatte, dass sich Laptops entzündeten.

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