Bericht über Spam für Kindle löst Diskussionen aus

Reuters hatte über ein DVD-Box-Set für Kindle-Spammer geschrieben. Die Autoren und Nutzer von "Autopilot" sehen "Private Label Rights" dagegen als neuartiges E-Buch-Konzept. Nicht alle PLR-Inhalte sind ihrer Meinung nach schlecht.

Amazon Kindle

Die Nachrichtenagentur Reuters hat mit einem Bericht über Spam auf Amazons E-Book-Reader Kindle für Wirbel gesorgt. Die Entwickler und Anhänger des angeblichen Spam-Programms Autopilot sehen sich falsch dargestellt.

Die Agentur verwies auf ein „DVD-Box-Set von Autopilot Kindle Cash“, mit dem man über Amazons E-Book-Programm 10 bis 20 Bücher veröffentlichen könne, ohne eine Zeile zu schreiben. Nach Ansicht der Nutzer von Autopilot handelt es sich bei den erstellten Inhalten jedoch um „Private Label Rights“, kurz PLR – ein völlig neues Format.

Der Entgegnung von Caleb Spilchen an Reuters zufolge gibt es gute wie schlechte PLR-Werke – und letztere oft mehrfach von unterschiedlichen Autoren. PLR greife auf günstig oder umsonst verfügbare Inhalte zurück und schaffe daraus etwas Neues. Autoren werde empfohlen, den automatisch erstellten Texten eigene Segmente hinzuzufügen.

Die Geschichte eines DVD-Box-Sets habe Reuters offenbar erfunden, heißt es, um zu unterstellen, dass der Autor des Programms Mike Carraway andere zu Diebstählen motiviere. Es gebe aber lediglich eine Reihe von Videos. Der Autor selbst wird schließlich mit dem Statement zitiert, man könne alles missbrauchen, sogar Baseballschläger.

Die Existenz von Kindle-Spam ist keineswegs eine neue Erscheinung. ZDNet-Autor David Chernicoff hatte im April ein falsches Buch heruntergeladen und darüber berichtet, woraufhin Amazon alle Werke des vorgeblichen „Autors“ vom Netz nahm. Das scheint allerdings eine Einzelmaßnahme geblieben zu sein.

Themenseiten: Amazon, E-Books, Spam

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Florian Kalenda, Rachel King
Autor: Florian Kalenda, Rachel King
Leitender Redakteur ZDNet.de
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