Konkurrenz zum Apple App Store: Facebook arbeitet an Mobilplattform für iOS

"Project Spartan" soll nur in der Mobilversion von Safari erscheinen. Der Anwender bekommt Zugriff auf Anwendungen, an denen 80 Entwicklerstudios derzeit arbeiten - darunter Zynga. Der Konflikt zwischen Apple und Facebook würde damit eskalieren.

Logo von Facebook

Facebook arbeitet an einer Mobilplattform, die Apples App Store Konkurrenz machen soll. Das berichtet TechCrunch unter Berufung auf „mit dem Projekt vertraute“ Quellen. Der Entwicklungsname lautet demnach „Project Spartan“.

Die Site soll nur mit der Mobilversion von Safari abrufbar sein, sich also ausschließlich an iOS-Geräte wenden. Die Quellen von TechCrunch vermuten, dass Facebook „Apples eigene Geräte gegen den Hersteller nutzen will, um dessen Kontrolle über die Auslieferung mobiler Apps zu brechen“.

Eine Stellungnahme gibt es bisher weder von Apple noch von Facebook.

Der Blog bezieht sich auch auf einen früheren Bericht zu einer Foto-Sharing-App für das iPhone, die Facebook angeblich entwickelt. Sie soll eigenständig sein und Facebooks Infrastruktur nutzen, aber nicht direkt in das Soziale Netzwerk integriert sein – also ein Musterbeispiel für eine solche Safari-App.

Gut 80 externe Entwickler arbeiten dem Bericht zufolge an Apps für Project Spartan – darunter Farmville-Hersteller Zynga. Der Anwender werde Facebook im Browser aufrufen können und dort eine Liste von Apps bekommen, die ihm zur Verfügung stehen, heißt es.

Apple App Store

Ob die Initiative rechtzeitig kommt, um Apple die Kontrolle über den Markt für Apps zu entreißen, ist ungewiss. Vergangene Woche auf der Entwicklerkonferenz WWDC hatte das Unternehmen 425.000 verfügbare Apps gemeldet. Die Zahl der Downloads seit dem Start im Jahr 2008 übersteigt 14 Milliarden. Alle Entwickler zusammen haben 5,2 Milliarden Dollar über Apples Store eingenommen.

Ein Konflikt zwischen Apple und Facebook droht seit vergangenem Jahr, als sich die beiden Firmen nicht auf eine Integration von Facebook in Apples Musik-Netzwerk Ping einigen konnten. Steve Jobs bezeichnete Facebooks Forderungen damals als überzogen.

Zuletzt war es Twitter – und nicht Facebook -, das die Vorzugsbehandlung einer tiefen Integration in iOS 5 bekam. Aus diversen nativen Apps heraus ist es künftig möglich, Tweets abzusetzen, Kontakte zu synchronisieren und Fotos hochzuladen.


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