HTC rudert zurück: Gingerbread-Update für Desire kommt doch

Gestern hieß es noch, das Smartphone verfüge nicht über genügend Speicher für die überarbeitete Sense-Oberfläche. Nun soll es wie geplant erscheinen. Grund für die Verwirrung ist offenbar ein Missverständnis zwischen Entwicklungs- und PR-Abteilung.

HTC Desire (Bild: HTC)
HTC Desire (Bild: HTC)

Offenbar wird es nun doch ein Update auf Android 2.3.3 (Gingerbread) für das HTC Desire geben. Nachdem der Handyhersteller gestern über seine Facebook-Seite verlauten ließ, dass die angekündigte Aktualisierung aufgrund unzureichender Speicherkapazität nicht für das Desire erscheinen werde, ruderte er jetzt zurück.

„Gingerbread wird nun doch aufs HTC Desire kommen!“, schreibt HTC jetzt auf Facebook. Grund für die Verwirrung ist offenbar ein Missverständnis zwischen der Entwicklungsabteilung und der PR-Mannschaft. „Wir haben gestern leider voreilig die Aussage unseres Entwicklerteams weitergegeben – sorry.“

Diese lautete wie folgt: „Unsere Ingenieure haben in den vergangenen Monaten hart daran gearbeitet, einen Weg zu finden, wie sich Gingerbread auf das HTC Desire bringen lässt, ohne die gewohnte Sense-Erfahrung zu beeinträchtigen.“ Letztlich habe sich gezeigt, dass das HTC Desire über zu wenig Arbeitsspeicher verfüge, sodass sich Gingerbread nicht zusammen mit der HTC-Sense-Oberfläche betreiben lasse.

Ob der Speicher nun doch ausreicht oder Teile von Sense wegfallen, damit es zusammen mit Gingerbread auf dem Desire läuft, ist unklar. HTC hat auch keine neuen Angaben dazu gemacht, wann das Update erscheinen wird. Bislang war stets von einer Veröffentlichung bis Ende des zweiten Quartals die Rede.

Mit der zwischenzeitlichen Absage hatte sich HTC den Unmut vieler Kunden zugezogen. Einige warfen dem Unternehmen im Zusammenhang mit dem gestrichenen Gingerbread-Update sogar Marketingkalkül und bewusste Irreführung vor. Andere waren einfach nur enttäuscht und machten ihrem Ärger auf Facebook Luft.

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Das Desire hatte HTC zusammen mit dem Legend im Februar 2010 auf dem Mobile World Congress in Barcelona vorgestellt. Im ZDNet-Test überzeugt es mit seinem guten Display und seiner umfassenden Ausstattung. Als Betriebssystem diente zum Start im April 2010 noch Android 2.1 (Eclair). Im August folgte ein Update auf Android 2.2 (Froyo).

Ende Mai kündigte HTC an, die Bootloader seiner Smartphones nicht mehr gegen ein ROM-Update zu sperren. Bei künftigen Modellen wird es offiziell möglich sein, eigene Versionen des Betriebssystems einzuspielen. Eine Möglichkeit, auch alte Modelle wie das Desire zu entsperren, gibt es bislang nicht. Dadurch wäre die Installation eines alternativen Gingerbread-Images ohne Sense-Oberfläche deutlich einfacher.

Themenseiten: Android, HTC, Handy, Mobil, Mobile, Smartphone

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