CEO Stephen Elop: „Nokia steht nicht zum Verkauf“

Der Nokia-CEO dementiert einmal mehr die Gerüchte. Angeblich haben Handy-Partner Microsoft und auch Samsung Interesse am finnischen Hersteller. Seit Beginn von Stephen Elops Amtszeit im Herbst sind Nokias Aktien um 37 Prozent gesunken.

Nokia-CEO Stephen Elop dementiert die Übernahmegerüchte (Bild: ZDNet).
Nokia-CEO Stephen Elop dementiert die Übernahmegerüchte (Bild: ZDNet).

Nokia-CEO Stephen Elop hat auf dem Open Mobile Summit in London einmal mehr betont, dass sein Unternehmen nicht zum Verkauf stehe. Es sei nichts dran an den Gerüchten, dass man Geschäftspartner Microsoft und Konkurrent Samsung Übernahmeespräche führe.

Gerüchte kochten insbesondere hoch, nachdem sich Nokia Anfang des Monats gezwungen sah, seine Aussichten für das Geschäftsjahr 2011 nach unten zu korrigieren. Der finnische Handyhersteller begründete den Schritt mit niedrigeren Verkaufszahlen sowie einem rückläufigen Durchschnittspreis. Auch der Konkurrenzkampf am Handymarkt wirke sich stärker aus als erwartet.

Nach der Ankündigung sank Nokias Aktienkurs auf den niedrigsten Stand seit 13 Jahren – und machte eine potenzielle Übernahme damit erschwinglicher. Seit Elop vergangenen Herbst den CEO-Posten von Olli-Pekka Kallasvuo übernommen hat, ist der Wert der Unternehmensanteile um 37 Prozent in den Keller gerasselt. In den vier Jahren zuvor – während Kallasvuos Amtszeit – schrumpfte ihr Wert insgesamt um 55 Prozent, wie Bloomberg festhält.

Unabhängig davon, ob die Gerüchte einen wahren Kern enthalten: Nokia hat offensichtlich massive Probleme, auf Kurs zu kommen. Es hat einen Strategiewechsel angekündigt – lange bevor es mit Produkten aufwarten konnte. Das erste Nokia-Gerät mit Windows Phone 7 soll im vierten Quartal 2011 in den Handel kommen.

Elop argumentiert, Nokia habe keine andere Wahl gehabt, als eine gewagte Richtungsänderung zu vollführen. Das hauseigene Smartphone-OS Symbian sei im Vergleich zu iOS und Android nicht wettbewerbsfähig. MeeGo wiederum erfordere Hardware, die für viele Märkte schlicht zu teuer sei.

Zugleich hätten Nutzer angefangen, Geräte auf Basis der Software zu kaufen, die sich darauf installieren lasse – und nicht mehr aufgrund der mitgelieferten Funktionen. „Unserer Einschätzung nach hat sich einfach die Branche gewandelt: Sie hat sich von einer Schlacht der Geräte zu einer Schlach der Ökosysteme entwickelt“, sagte Elop.

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