Skype installiert Spiele-Software ohne Einwilligung

EasyBits GO verhält sich ähnlich wie ein Virus: Es installiert sich in einem eigenen Ordner und trägt sich in die Registry ein. Die Entwickler haben einen Uninstaller bereitgestellt. Kurzfristig hatten sie sieben Millionen statt 850.000 Spieler.

Skype Logo

Skype installiert über die Extra-Funktion ein Spiel namens „EasyBits GO“ auch dann, wenn Nutzer dem widersprochen haben. Die Spielentwickler – EasyBits Media – haben das Update mittlerweile gestoppt. Sie bieten zudem ein Deinstallationsprogramm an, das die Software entfernt.

Nutzer berichten, dass sich die Aktualisierung wie ein Virus verhält: Sie installiert sich demnach in einem eigenen Programmordner und schreibt sich in die Registry. Ohne die Uninstall-Datei der Entwickler lässt es sich im Grunde nicht entfernen.

Nach Angaben von EasyBits Media handelt es sich nicht um Malware, sondern lediglich die Aktualisierung einer seit 2006 zu Skype Extra gehörigen Spieleplattform. Skype hat das Extra-Update inzwischen ausgeschaltet.

„Unglücklicherweise gibt es einen Fehler in der Benutzeroberfläche des Update-Installers, der zu einem verwirrenden Nutzererlebnis geführt und unbeabsichtigte Installationen verursacht hat“, heißt es in einer Mitteilung von EasyBits Media. Man arbeite daran, den Fehler zu beheben. „Wir entschuldigen uns für etwaige Unannehmlichkeiten, die Skype-Nutzern dadurch entstanden sind.“

Wie Spiegel Online berichtet, hat der Software-Fehler die Zahl der EasyBit-Spieler fast verzehnfacht. Bisher seien es bestenfalls 850.000 gewesen, vergangenen Sonntag jedoch plötzlich über sieben Millionen. Anwender, die die Unternehmensversion von Skype installiert haben, bleiben von dem Update verschont, da diese Variante das Extra-Feature nicht enthält. Von EasyBits gibt es inzwischen ein Deinstallationsprogramm, das die Software entfernt.

  • Download EasyBits Deinstallationsprogramm
  • HIGHLIGHT

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    2 Kommentare zu Skype installiert Spiele-Software ohne Einwilligung

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    • Am 30. Mai 2011 um 19:49 von Pancho Kunst

      Kein Fehler sondern Absicht
      2 Beispiele für subtiles abzocken:

      1. Beim Update wird das „Guthaben auffüllen“ ungefragt auf automatisch gestellt, so dass nach dem Update das Konto wieder voll ist, wollte man es oder nicht. Um dieses für die Zukunft zu verhindern muss man die Funktion ausdrücklich wirder deaktivieren. Möchte nicht wissen, was für eine gigantische Liquiditätsspritze die sich dadurch verschaffen.

      2. Besonders raffiniert ist der Wegfall des Zeichenzählers beim SMS schreiben, wodurch man eher die 2. Nachricht wegen eines Zeichens zuviel versendet.

      Tja, wer braucht schon den Börsengang, wenn kleine Schweinereien doch viel effektiver sind, ohne Eigentum abzugeben…

      Wir können nur hoffen, dass die und die anderen irgendwann vor Gier platzen

    • Am 30. Mai 2011 um 19:55 von Pancho Kunst

      Kein Fehler sondern Absicht
      2 Beispiele für subtiles abzocken:

      1. Beim Update wird das "Guthaben auffüllen" ungefragt auf automatisch gestellt, so dass nach dem Update das Konto wieder voll ist, wollte man es oder nicht. Um dieses für die Zukunft zu verhindern muss man die Funktion ausdrücklich wirder deaktivieren. Möchte nicht wissen, was für eine gigantische Liquiditätsspritze die sich dadurch verschaffen.

      2. Besonders raffiniert ist der Wegfall des Zeichenzählers beim SMS schreiben, wodurch man eher die 2. Nachricht wegen eines Zeichens zuviel versendet.

      Tja, wer braucht schon den Börsengang, wenn kleine Schweinereien doch viel effektiver sind, ohne Eigentum abzugeben…

      Wir können nur hoffen, dass die und die anderen irgendwann vor Gier platzen

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