Kabel BW verbucht Umsatzplus von 13 Prozent im ersten Quartal

Die Einnahmen liegen bei 150 Millionen Euro. Das EBITDA legt um 16 Prozent auf 87,1 Millionen Euro zu. Laut Kabel BW wirken sich vor allem die wachsende Zahl vermieteter HD-Rekorder und -Receiver sowie das hauseigene Pay-TV-Paket positiv aus.

Kabel BW hat seine Geschäftszahlen für das erste Quartal 2011 (PDF) vorgelegt. Insgesamt steigt der Umsatz nach IFRS um 13 Prozent auf 150 Millionen Euro. Das sind 17,3 Millionen Euro mehr als im Vorjahresquartal. Der durchschnittliche Umsatz pro Kunde und Monat kletterte um 9,9 Prozent auf 18,8 Millionen Euro.

Das bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) wuchs um 16,1 Prozent auf 87,1 Millionen Euro. Die Marge betrug 58 Prozent im Vergleich zu 56,4 Prozent. Unbereinigt ergeben sich beim EBITDA 49,8 Millionen Euro (plus 6,6 Prozent) sowie eine Marge von 33,2 Prozent (plus 0,7 Punkte).

Per 31. März 2011 hatte Kabel BW 705.000 Kunden in der Sparte Internet und Telefonie. Das Entspricht einem Plus von 26,3 Prozent gegenüber dem ersten Quartal 2010. Die Zahl der Pay-TV-Abonnenten kletterte um 46,7 Prozent auf 308.000. Die Basiskabelkunden machten rund 2,3 Millionen aus. Insgesamt versorgte der Kabelnetzbetreiber in den ersten drei Monaten des Jahres 2,368 Millionen Nutzer.

„Wir haben auch im ersten Quartal unser hohes Wachstumstempo gehalten und erschließen mit Video on Demand, dem Ausbau des Mobilfunk-Geschäfts sowie dem Aufbau des Geschäftskundensegments zusätzliches Wachstumspotenzial“, sagte Harald Rösch, Vorsitzender der Geschäftsführung bei Kabel BW. Dem Unternehmen zufulge wirkten sich insbesondere die wachsende Zahl der vermieteten HD-Receiver und HD-Rekorder, das hauseigene Pay-TV-Paket „MeinTV“ sowie eine neue Partnerschaft mit Sky positiv auf das Ergebnis aus.

Ende März hatte der US-Kabelkonzern Liberty Global Kabel BW für 3,16 Milliarden Euro übernommen. Das Bundeskartellamt beantragte vergangene Woche vor der EU-Kommission, die Übernahme selbst prüfen zu dürfen. Sie muss nun bis Juni entscheiden, ob sie dem Antrag stattgibt.

Der Besitzer von Kabel BW, EQT, hatte seit vergangenem Jahr verschiedene Optionen geprüft. Noch Mitte März hieß es, Kabel BW werde in der ersten Hälfte 2011 an die Börse gehen. Die Turbulenzen auf den Aktienmärkten nach dem Erdbeben in Japan bedeuteten jedoch das Aus für diese Lösung.

Kennzahlen im Quartalsvergleich

  Q1 2010 Q1 2011 Veränderung Veränderung in %
Umsatz (inkl. sonstige betriebl. Erträge) in Mio. EUR 132,9 150,2 17,3 13,0
ØUmsatz pro Kunde und Monat (ARPU) in EUR 17,1 18,8 1,7 9,9
Bereinigtes EBITDA in Mio. EUR 75,0 87,1*** 12,1 16,1
Bereinigte EBITDA-Marge (in %) 56,4 58,0 1,6 ——-
EBIT in Mio. EUR 43,2 49,8 6,6 15,3
EBIT-Marge (in %) 32,5 33,2 0,7 ——–
Internet-/Telefoniekunden (in Tsd. per 31.03.) 558,0 705,0 147,0 26,3
Pay-TV-Abos (RGUs) (in Tsd. per 31.03.) 210,0 308,0 98,0 46,7
Basiskabel-Kunden (in Tsd. per 31.03.) 2299,0 2322,0 23,0 1,0
Gesamtkunden (in Tsd. per 31.03.) 2316,0 2368,0 52,0 2,2

Themenseiten: Business, Kabel BW, Kommunikation, Quartalszahlen

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