Sony erwartet Milliardenverlust

Unterm Strich wird im Geschäftsjahr 2011 voraussichtlich ein Minus von 2,3 Milliarden Euro zu Buche stehen. Im Februar hatte der Konzern noch mit einem Gewinn von 610 Millionen Euro gerechnet. Er muss hohe Rückstellungen für Steuervorteile in Japan bilden.

Sony hat seine Prognose für das am 31. März endende Geschäftsjahr 2011 drastisch nach unten korrigiert. Der japanische Elektronikkonzern geht nun von einem Verlust von 260 Milliarden Yen aus (2,3 Milliarden Euro). Im Februar hatte er noch einen Gewinn von 70 Milliarden Yen (610 Millionen Euro) vorausgesagt.

Umsatz und operatives Ergebnis sollen mit 7,181 Billionen Yen (62,6 Milliarden Euro) respektive 200 Milliarden Yen (1,7 Milliarden Euro) im Rahmen der bisherigen Prognose liegen.

Als Hauptursache für den Milliardenverlust nennt Sony in einer Mitteilung (PDF) Rückstellungen im Zusammenhang mit Steuereffekten. Für Wertberichtigungen künftiger Steuervorteile in Japan veranschlagt das Unternehmen 360 Milliarden Yen (3,14 Milliarden Euro).

Das Erdbeben und der Tsunami vom 11. März in Japan dürften sich laut Sony mit 22 Milliarden Yen (191,7 Millionen Euro) auf die Bilanz auswirken. Allein 12 Milliarden Yen (104,6 Millionen Euro) resultieren demnach aus stillstehenden Fertigungsanlagen. Weitere 11 Milliarden Yen (95,9 Millionen Euro) sind für Reparatur- und Aufräumarbeiten eingeplant. Für den Großteil der Summe kommen dem Unternehmen zufolge aber Versicherungen auf.

Die Sicherheitsprobleme mit seinen Online-Diensten PlayStation Network und Online Entertainment schlagen sich mit einem Minus von 14 Milliarden Yen (122 Millionen Euro) in der Ergebnisprognose nieder.

Die endgültigen Zahlen für das Geschäftsjahr 2011 und einen Ausblick auf das Fiskaljahr 2012 (bis 31. März 2012) will Sony am kommenden Donnerstag, den 26. Mai, veröffentlichen.

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