Neue Architektur: Intel beschleunigt Atom-Entwicklung

Mit "Silvermont" will man 2013 endlich zu ARM aufschließen. Die "Systems on a Chip" mit 22 Nanometern Strukturbreite nutzen Tri-Gate. Quellen zufolge muss die Atom-Entwicklung nun schneller als Moore's Law vorankommen.

Mikroskopaufnahme von Tri-Gate (Bild: Intel)
Mikroskopaufnahme von Tri-Gate, das Silvermont nutzen wird (Bild: Intel)

Intel arbeitet an einer neuen Architektur für Atom-Prozessoren, die über die vergangene Woche vorgestellten 3D-Transistoren hinausgeht. US-Quellen von ZDNet sprechen von einer „Mikro-Architektur“ mit dem Codenamen „Silvermont“, die 2013 in Serie gehen und so effizient wie noch kein Halbleiter mit Strom umgehen soll.

Silvermont werde gepaart mit der 3D-Transistor-Technik „Tri-Gate“ eine neue Stufe an Integration und Leistungsfähigkeit bei geringem Strombedarf erklimmen, heißt es. Wie alle künftigen Atom-Prozessoren handelt es sich um ein System-on-a-Chip (SoC). Das heißt, dass alle Kernkomponenten auf einem Siliziumwafer Platz finden. Alle ARM-basierten Prozessoren von Tablets und Smartphones sind SoCs, ebenso wie Intels im April vorgestellte Antwort darauf, der Z670.

Man habe den Atom auf die Überholspur gestellt, sagen die Branchenquellen. Die Roadmap des Mobilprozessors müsse schneller sein als Moore’s Law, das aussagt, dass sich die Transistordichte alle zwei Jahre verdoppelt.

Atom-SoCs werden derzeit im 45-Nanometer-Verfahren gefertigt. Noch dieses Jahr soll die 32-Nanometer-Serienproduktion anlaufen – und dann muss bis 2013 die Silvermont-Architektur mit 22 Nanometern Strukturbreite ermöglicht werden. Das heißt, dass es innerhalb von drei Jahren drei Fertigungssprünge und eine neue Architektur geben wird.

Es wird erwartet, dass Intel kommende Woche bei einem angekündigten Meeting mit Analysten mehr über die Zukunft seiner Atom-SoCs verrät.

Mit Silvermont will Intel endlich eine Antwort auf die auf der ARM-Architektur basierenden Chips finden, mit denen Hersteller wie Nvidia, Qualcomm und Texas Instruments zu den bevorzugten Lieferanten von Tablet-Herstellern aufgestiegen sind. Apple verwendet für seine mobilen Geräte ebenfalls auf die ARM-Architektur. Intel-Prozessoren kommen derzeit in keinem einzigen Smartphone zum Einsatz. Selbst Intels alter Partner Microsoft plant inzwischen eine Windows-Version für ARM-Chips. Derweil erforscht ARM Server und Mikroserver als Plattform für weiteres Wachstum.

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