Google zeigt Android 3.1 und kündigt Nachfolger „Ice Cream Sandwich“ an

Honeycomb 3.1 ermöglicht den Anschluss von USB-Geräten wie Tastaturen und Spielcontrollern. Es unterstützt auch den Videoverleih via Android Market. Die nächste OS-Version soll im vierten Quartal erscheinen und sowohl auf Tablets als auch auf Smartphones laufen.

Der Honeycomb-Nachfolger Ice Cream Sandwich soll im vierten Quartal erscheinen und auch auf Smartphones laufen (Bild: James Martin/News.com).
Der Honeycomb-Nachfolger Ice Cream Sandwich soll im vierten Quartal erscheinen und auch auf Smartphones laufen (Bild: James Martin/News.com).

Google hat auf seiner Entwicklerkonferenz I/O in San Francisco Android 3.1 vorgestellt, das wie Version 3.0 den Codenamen Honeycomb trägt. Das Update optimiert die Benutzeroberfläche und erlaubt es, USB-Geräte wie Tastaturen und Spielcontroller an Honeycomb-Tablets anzuschließen. Im vierten Quartal soll dann die nächste Android-Version mit dem Codenamen Ice Cream Sandwich erscheinen.

Android 3.1 unterstützt auch den ebenfalls neu vorgestellten Videoverleih, den Google via Android Market anbietet. Die Filme werden mit dem Google-Konto des Nutzers verknüpft und können als Stream auf Smartphones und Tablets wiedergegeben werden. Die Ausleihdauer beträgt wie bei Amazon und Apple 30 Tage. Nach dem ersten Start der Wiedergabe haben Nutzer 24 Stunden Zeit, sich einen Film vollständig anzusehen.

Weitere Änderungen betreffen den Android-Browser: Er unterstützt in Version 3.1 Hardwarebeschleunigung für Plug-ins wie Flash, wovon sich Adobe eine bessere Performance und einen geringeren Stromverbrauch bei der Darstellung von Flash-Inhalten verspricht. Außerdem lassen sich Websites für eine Offline-Verwendung speichern. Details zu weiteren Verbesserungen finden sich auf der Android-Website.

Ice Cream Sandwich soll wie angekündigt auf Tablets und Smartphones laufen. Es bietet die mit Honeycomb eingeführte Benutzeroberfläche und unterstützt Multitasking. Google will mit der neuen Version die Fragmentierungsprobleme seines Mobilbetriebssystems lösen, die sich unter anderem aus unterschiedlicher Hardware wie verschiedenen Bildschirmgrößen ergeben und verhindern, dass Anwendungen auf allen Android-Geräten laufen.

In San Francisco hat Google auch aktuelle Zahlen zur Verbreitung von Android genannt: Bis dato wurden mehr als 100 Millionen Android-Geräte aktiviert. Insgesamt kamen seit dem Start 310 unterschiedliche Produkte mit Android in den Handel. Unterstützt wird das OS von 36 Handyherstellern, 215 Mobilfunkanbietern und 450.000 Android-Entwicklern. Android-Handys sind in 112 Ländern erhältlich.

Laut Google haben Android-Nutzer alles in allem bisher 4,5 Milliarden Apps installiert. Die erste Milliarde sei nach zwei Jahren erreicht worden, die zweite nach weiteren fünf Monaten und die nächste Milliarde nach nur 60 Tagen. Apple hatte die Grenze von 10 Milliarden Downloads im Januar überschritten, weniger als drei Jahre nach dem Start seines App Store.

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Themenschwerpunkt: Android

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