Mai-Patchday: Microsoft schließt kritische Lücke in Windows Server

Sie steckt im Windows Internet Name Service von Server 2003, 2008 und 2008 R2. Ein Angreifer kann die Schwachstelle ausnutzen, um Schadcode einzuschleusen und auszuführen. Eine Anfälligkeit in PowerPoint wurde ebenfalls behoben.

Microsoft hat wie angekündigt zwei Sicherheitsupdates veröffentlicht. Eines davon (MS11-035) schließt eine als kritisch eingestufte Lücke in den Server-Betriebssystemen Windows Server 2003, 2008 und 2008 R2.

Der Fehler steckt im Windows Internet Name Service (WINS), der in der Voreinstellung nicht installiert wird. Es seien daher nur Kunden betroffen, die WINS manuell eingerichtet hätten, so Microsoft. Ein Angreifer könne die Schwachstelle ausnutzen, um Schadcode einzuschleusen und auszuführen.

Laut Andrew Storm, Director of Security Operations bei nCircle, spielt Microsoft das von der Anfälligkeit ausgehende Risiko herunter, da ein Angreifer die vollständige Kontrolle über ein System übernehmen könne. „WINS ist eine Netzwerkanwendung, die keine Authentifizierung erfordert und viele Unternehmen benötigen WINS in ihren Netzwerken. Beide Faktoren zusammen führen dazu, dass viele Unternehmen feststellen werden, dass ihre Netzwerkserver anfällig sind.“

Der zweite Patch beseitigt zwei Fehler in Microsoft PowerPoint. Sie erlauben die Ausführung von Schadcode, wenn ein Nutzer eine manipulierte PowerPoint-Präsentation öffnet. Davon betroffen sind Office XP, Office 2003, Office 2007 sowie Office für Mac 2004 und 2008.

Darüber hinaus hat Microsoft seinen „Exploitability Index“ geändert, also die Hinweise für Nutzer, wie wahrscheinlich es ist, dass eine Lücke ausgenutzt wird. Microsoft stellt nun eine Bewertung für die aktuelle Plattform zur Verfügung und eine, die alle Einstufungen für ältere Versionen der Software zusammenfasst. Bisher gab es pro Schwachstelle nur ein Rating für alle Produktversionen.

Themenseiten: Microsoft, Server, Servers, Windows

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