ITU weitet Standard für Handy-Universalladegerät auf Tablets aus

Eine überarbeitete Version des Standards unterstützt außerdem Kameras, Navigationsgeräte, drahtlose Kopfhörer sowie Media-Player. Im inaktiven Zustand soll das Ladegerät nicht mehr als 0,03 Watt verbrauchen. Die ITU will die Ladegeräte auch sicherer machen.

Der neue ITU-Standard für ein Universalladegerät wird auch Tablets, Kameras und andere tragbare Geräte unterstützen.
Der neue ITU-Standard für ein Universalladegerät wird auch Tablets, Kameras und andere tragbare Geräte unterstützen.

Die International Telecommunications Union (ITU), eine Sonderorganisation der Vereinten Nationen, hat den 2009 angekündigten Standard für ein Handy-Universalladegerät überarbeitet. Außer Mobiltelefone sollen nun auch Tablet-PCs, Kameras, Navigationsgeräte, drahtlose Kopfhörer sowie MP3- und MP4-Player unterstützt werden.

Das Universalladegerät setzt sich aus einem Netzteil und einem abziehbaren Kabel mit je einem Standard-USB- und Micro-USB-Anschluss zusammen. Dadurch ist es möglich, ein einziges Kabel für Datenübertragung und Ladevorgang zu verwenden. Nach Angaben der ITU haben die Mitglieder des Verbands vereinbart, dass das Ladegerät ohne angeschlossenes Gerät nicht mehr als 0,03 Watt verbrauchen soll, was es zum energieeffizientesten Modell mache, das heute erhältlich sei, so die ITU.

„Andere Standards behaupten für sich, sie seien universell und energieeffizient, aber nur die Lösung der ITU wird wirklich universell sein und ein echter Schritt vorwärts in Bezug auf Umweltprobleme sowie den Klimawandel“, wird Hamadoun Touré, Generalsekretär der ITU, in einer Pressemitteilung zitiert. Durch die Aktualisierung des Standards stünden die Vorteile eines Universalladegeräts mehr Verbrauchern und für mehr Geräte zur Verfügung.

Für die Einführung einer solchen Lösung sprechen nicht nur umweltpolitische, sondern auch wirtschaftliche Gründe. Zum einen wird das Elektroschrottaufkommen reduziert, zum anderen fällt es den Herstellern leichter, gesetzliche Auflagen wie die EU-Richtlinie zu Elektro- und Elektronik-Altgeräten zu erfüllen. Zudem werden die Verpackungen der Geräte kleiner, wenn nicht jedem ein Ladegerät mehr beiliegt, was zu niedrigeren Transportkosten führt.

Laut ITU sollen die Ladegeräte auch sicherer werden und kürzere Ladezeiten ermöglichen. Außerdem entspreche der überarbeitete Standard der Basler Konvention für Elektronikschrott.

Die wichtigsten Handyhersteller und Mobilfunkanbieter haben sich schon verpflichtet, den Standard einzuführen. Micro-USB ist inzwischen der gebräuchlichste Anschluss für Ladegeräte und Datenkabel. Auch Apple hat die europäische Version des Standards unterzeichnet. Allerdings bietet der iPhone-Hersteller bisher noch keinen Adapter an, der die Nutzung eines Universalladegeräts mit Apples proprietärem Dock Connector ermöglicht.

Themenseiten: Handy, Mobil, Mobile, Smartphone, USB

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