iPhone-Bewegungsprofile: Apple will Tracking-„Bug“ demnächst beheben

In den kommenden Wochen wird ein Update für iOS 4 veröffentlicht. Künftig will Apple die Informationen nur mehr sieben Tage lang speichern. Es handelt sich dabei um Daten über WLAN-Hotspots und Handymasten, nicht um den Standort des Nutzers.

iPhone und iPad 3G sammeln detaillierte Standortdaten (Bild: O'Reilly Radar).
iPhone und iPad 3G sammeln detaillierte Standortdaten (Bild: O’Reilly Radar).

Apple hat sich in der Datenschutzkontroverse um die Aufzeichnung von Standortdaten erstmals zu Wort gemeldet. Es hat angekündigt, das Problem in den kommenden Wochen mit einem Software-Update zu beheben.

Apple verfolgt den Standort Ihres iPhone nicht. Das hat es auch nie getan und plant nicht, es zu tun“, heißt es in eigens verfassten FAQ. Der Grund, warum das iPhone so viele Daten speichere, sei ein Bug, den man mittlerweile entdeckt habe. Künftig sollen die erhobenen Standortdaten nur noch sieben Tage gespeichert werden.

Vergangene Woche war bekannt geworden, dass iPhone und iPad 3G unter iOS 4 die Bewegungsdaten ihrer Nutzer aufzeichnen – und zwar seit dem Start von iOS 4 im Juni 2010. Die Daten sind in einer unverschlüsselten Datei auf den Geräten selbst abgelegt sowie auf Computern gesichert, auf denen iTunes läuft. Zudem werden sie an Apple versandt.

Laut den FAQ verfolgt Apple nicht den Verbleib von Nutzern, sondern loggt Standorte von WLAN-Hotspots und Mobilfunkmasten mit, die sich in der Nähe der Geräte befinden. Zudem besitzt es eine Datenbank, um ortsbasierte Dienste zu verbessern. Apple zufolge ist es nicht möglich, mit den Daten einzelne Smartphone-Besitzer zu tracken, da die Informationen anonym und verschlüsselt beim Unternehmen ankämen.

Apple gestand zudem ein, dass die Funktion eigentlich abgeschaltet sein sollte, wenn Nutzer ortsbasierte Dienste insgesamt deaktivieren. Der besagte „Bug“ habe dies aber verhindert. Zusätzlich zu Daten über WLANs und Mobilfunkmasten habe es anonyme Traffic-Daten aufgezeichnet, erklärte Apple. Ziel sei der Aufbau einer crowd-gesourcten Datenbank, die iPhone-Anwendern in Zukunft zu einer besseren Datenübertragung verhelfen soll.

Zwei Besitzer von Apple-Geräten haben indes Klage eingereicht. Sie werfen dem Unternehmen Verstöße gegen Datenschutzgesetze sowie den Computer Fraud and Abuse Act vor, da ihre mobilen Apple-Geräte ihre Bewegungsdaten aufzeichnen, ohne dass es eine Möglichkeit gibt, diese Funktion abzuschalten.

iPhone-Nutzer, die ihr Gerät gejailbreakt haben, können aus dem Cydia-Store untrackerd installieren. Der Dienst unterbindet zwar nicht die Aufzeichnung von Ortungsdaten, löscht die dazugehörige Datenbank aber kontinuierlich.

HIGHLIGHT

Jailbreak-Tools für iPhone, iPod touch, iPad und Apple TV

PwnageTool, redsn0w und Sn0wBreeze befreien iOS 4.3.3 von seinen werkseitigen Fesseln. Dadurch lassen sich deutlich mehr Funktionen auf den Mobilgeräten realisieren. Besserer Schutz für die Privatsphäre ist damit ebenfalls möglich.

Themenseiten: Apple, GPS, Mobil, Mobile, iPad, iPhone

Fanden Sie diesen Artikel nützlich?
Content Loading ...
Whitepaper

ZDNet für mobile Geräte
ZDNet-App für Android herunterladen Lesen Sie ZDNet-Artikel in Google Currents ZDNet-App für iOS

Artikel empfehlen:

Neueste Kommentare 

1 Kommentar zu iPhone-Bewegungsprofile: Apple will Tracking-„Bug“ demnächst beheben

Kommentar hinzufügen
  • Am 28. April 2011 um 8:23 von ATX

    Wann folgen Windows Phone 7 und Android?
    Oder ist das bei den Plattformen nicht notwendig, da hier nicht Apple der Hersteller ist. Immerhin senden diese Plattformen die Daten an den Hersteller!
    Auu die Berichterstattung hier ist doch sehr sehr eigenartig oder einfach gesagt Sie ist nicht Unparteiisch. Das aber sollte der Hintergrund für ein Nachrichten-Portal sein!!!!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *