Acer ernennt neuen Präsidenten und schafft Touch Business Group

Jim Wang übernimmt die Position. Er war zuletzt Chef von Produktentwicklung und Logistik. In der Touch Business Group vereint der Konzern das Geschäft mit Smartphones und Tablets. Netbooks und Notebooks verbleiben in der PC-Sparte.

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Bei Acer übernimmt Jim Wong den durch den
Rücktritt von Gianfranco Lanci Ende März freigewordenen Posten des Präsidenten. Wong ist seit 1986 bei Acer. Er war zuletzt weltweit für Produktentwicklung und Logistik verantwortlich. Wong wird in seinem neuen Amt mit J.T. Wang, CEO und Präsident des Aufsichtsrates, zusammenarbeiten. Wang hatte die Geschäfte nach dem Weggang von Lanci interimsweise geführt.

Im Zuge der Neubesetzung des Chefsessels nimmt Acer auch eine Umstrukturierung vor und schafft mit der Touch Business Group einen Geschäftsbereich, der sich ausschließlich Smartphones und Tablets widmet. Diese Produktkategorien wurden bisher von der PC-Sparte mitbetreut. Notebooks und Netbooks bleiben jedoch unter dem Dach des Bereichs PC Global Operations. Dieser wird nun von Campbell Kan geleitet. Er war bisher als Vizepräsident für Smartphones zuständig.

Gianfranco Lanci hatte seine Ämter als CEO und Präsident Ende März niedergelegt. Seine Aufgaben übernahm übergangsweise Chairman J.T. Wang. Zudem wurde der stellvertretende Präsident von Acer EMEA, Walter Deppeler, zum Leiter der Region Europa, Naher Osten und Afrika berufen.

Grund für Lancis hastigen Abgang waren monatelange Meinungsverschiedenheiten zwischen dem Konzernchef und der Mehrheit des Aufsichtsrats über die Zukunft des Unternehmens. Zu den Streitthemen zählten Größe, Wachstum, Kundenwertschöpfung, Markenentwicklung, Ressourceneinsatz und Implementierungsmöglichkeiten. „Der PC bleibt unser Kerngeschäft“ hatte Interim-CEO Wang bereits beim Weggang Lancis angekündigt. „Zusätzlich begeben wir uns in den neuen Markt für mobile Geräte, in den wir vorsichtig investieren werden, um zu einem der führenden Player aufzusteigen.“

Unter Führung des Italieners war Acer zwischenzeitlich zur Nummer zwei im weltweiten Computermarkt aufgestiegen, in Deutschland sind die Taiwaner sogar Marktführer. Inzwischen haben sie weltweit einen Platz eingebüßt. Laut IHS iSuppli setzte Acer 2010 insgesamt 41,5 Millionen PCs ab, was einem Marktanteil von zwölf Prozent entspricht. Allerdings ist der Konzern laut den jüngsten IDC-Zahlen zum PC-Markt mit einem Minus von weltweiten Minus von 15,8 Prozent im ersten Quartal 2011 der große Verlierer. HP und Dell verloren im selben Zeitraum 2,8 beziehungsweise 1,8 Prozent, Lenovo legt um 16,3, Toshiba um 3,8 Prozent zu.

Den Erfolg verdankt das Unternehmen in erster Linie günstigen Notebooks und Netbooks. Letztere werden jedoch zunehmend von Tablets wie Apples iPad verdrängt. Daher nahm auch Acer den Einstieg in diese Geräteklasse in Angriff. Der Konzern setzt dabei auf Googles Mobilbetriebssystem Android sowie Windows 7.

Themenseiten: Acer, Business, Desktop, Mobile, Netbooks, Notebook, Tablet

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