Bestätigt: Seagate übernimmt Samsungs Festplattengeschäft

Der Kaufpreis von 1,375 Milliarden Dollar setzt sich je zur Hälfte aus Barmitteln und Aktien zusammen. Samsung erhält einen Anteil von 9,6 Prozent an Seagate und einen Sitz in dessen Verwaltungsrat. Das Abkommen schließt auch Liefervereinbarungen ein.

Seagate und Samsung haben eine Vereinbarung geschlossen, ihre strategische Partnerschaft weiter auszubauen. Wichtigster Punkt ist die Eingliederung von Samsungs Festplattensparte in Seagates Geschäftsbereich.

Zudem haben sich beide Unternehmen darauf geeinigt, ihre gegenseitigen Lizenzabkommen auszuweiten. Im Rahmen der intensivierten Kooperation wird Samsung Seagate mit NAND-Flashspeicher für Solid State Drives und Hybridfestplatten versorgen. Im Gegenzug liefert Seagate Samsung Laufwerke für PCs, Notebooks und Unterhaltungselektronikgeräte.

Enterprise-Storage-Lösungen wollen die Partner künftig verstärkt gemeinsam entwickeln. Darüber hinaus erhält Samsung einen Sitz in Seagates Aufsichtsrat.

Der Gesamtwert der Transaktionen und Vereinbarungen beläuft sich laut Mitteilung auf rund 1,375 Milliarden Dollar. Die von Seagate an Samsung gezahlte Summe setzt sich je zur Hälfte aus Barmitteln und Aktien zusammen. Damit erhält Samsung einen Anteil von 9,6 Prozent an dem Festplattenhersteller.

Die Akquisition unterliegt den üblichen regulatorischen Bedingungen. Vorbehaltlich der Zustimmung von internationalen und US-Wettbewerbshütern soll sie Ende 2011 abgeschlossen werden.

Mit der Übernahme von Samsungs Festplattensparte durch Seagate schreitet die Konsolidierung im Storage-Markt weiter voran. Erst Anfang März hatte Hauptkonkurrent Western Digital Hitachi Global Storage Technologies für 4,3 Milliarden Dollar gekauft. Dadurch stieg es zum Weltmarktführer auf, laut Wall Street Journal mit einem Anteil von knapp 50 Prozent. Seagate hält iSuppli zufolge einen Anteil von 29 Prozent. Zusammen mit Samsungs Festplattensparte kommt es auf rund 40 Prozent. Die einzig verbleibende dritte Kraft am Markt ist Toshiba.

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Björn Greif
Autor: Björn Greif
Redakteur ZDNet.de
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