ITA-Übernahme: Google steht angeblich kurz vor Einigung mit US-Justiz

Angeblich wird die Akquisition endlich genehmigt. Im Gegenzug will das Justizministerium Googles Geschäftsaktivitäten überwachen. Die Untersuchung der Übernahme des Suchanbieters für Flugtickets läuft schon seit September 2010.

Google-Urteil

Google und das US-Justizministerium stehen angeblich kurz vor einer Einigung im Kartellverfahren um die geplante Übernahme von ITA Software. Wie das Wall Street Journal schreibt, gibt es einen Vorschlag, der eine Genehmigung der Akquisition und auch eine Überwachung der Geschäftsaktivitäten von Google vorsieht.

Den mit der Angelegenheit vertrauten Quellen des WSJ zufolge muss die Vereinbarung noch endgültig beschlossen werden. Das könnte schon in den kommenden Tagen geschehen.

Das Department of Justice hatte seine Untersuchung im September 2010 eingeleitet. Es befürchtet, dass Googles Einfluss auf den Online-Reisemarkt durch den Kauf des Suchanbieters für Flugtickets zu groß wird. Auf seiner Website informiert Google über seine Pläne mit ITA. Unter anderem sollen alle laufenden Verträge mit Firmen, die ITAs Daten und Technologien einsetzen, fortgeführt werden. Unterstützung erhält das Ministerium von der Lobbygruppe FairSearch.org, der unter anderem Microsoft und die britische Suchmaschine Foundem angehören.

ITAs Kerngeschäft sind Daten über Flugpreise, Flugpläne und freie Sitzplätze, die es seinen Partnern zur Verfügung stellt. Das Unternehmen, das etwa 500 Mitarbeiter beschäftigt, unterhält Beziehungen zu Fluglinien wie auch Reiseanbietern und treibt Online-Reisedienste wie Kayak, Hotwire oder Orbitz an. Google will ITAs Technologie nach eigenen Angaben dafür einsetzen, dass Nutzer Flugtickets direkt von seinen Suchseiten aus kaufen können.

Auch die Nachrichtenagentur Reuters berichtet, dass schon bald mit einer Vereinbarung zwischen Google und der US-Justiz zu rechnen sei. Es gebe noch Differenzen über Googles Pläne, ITAs Technik an Mitbewerber zu lizenzieren, und die Präsenatation konkurrierender Angebote in den Suchresultaten.

Einen Streit mit der Federal Trade Commission hatte Google in der vergangenen Woche beendet. Dabei ging es um angebliche Datenschutzverstöße beim Start des Kommunikationsdiensts Buzz im vergangenen Jahr.

Themenseiten: Business, E-Commerce, Google, Microsoft, Suchmaschine, Übernahmen

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