Green-IT: Google investiert in deutschen Solarpark

Der Internetkonzern will sich an einem Photovoltaik-Kraftwerk in Brandenburg an der Havel beteiligen. Damit steigt er nun auch in Europa in den Markt für erneuerbare Energien ein. Die Investitionssumme beträgt 3,5 Millionen Euro.

Solarzellen auf dem Dach von Googles Hauptfirmensitz in Mountain View (Bild: Google).
Solarzellen auf dem Dach von Googles Hauptfirmensitz in Mountain View (Bild: Google).

Google will für 3,5 Millionen Euro 49 Prozent an einem Solarpark in Brandenburg an der Havel von Finanzinvestor Capital Stage übernehmen. Es wäre das erste Energieprojekt des Internetkonzerns außerhalb der USA. Die Transaktion bedarf noch der Zustimmung der Kartellbehörden.

Die Ende 2010 fertiggestellte Photovoltaik-Anlage liefert pro Jahr rund 18 Millionen Kilowattstunden Strom und zählt zu den größten Solarparks Deutschlands. Capital Stage und Google wollen die Anlage gemeinsam betreiben.

Der Park liegt auf einem 47 Hektar großen Areal, das bis Anfang der 90er Jahre für militärische Zwecke genutzt wurde. In Zukunft kommt von dort sauberer Strom für rund 5000 Haushalte in Brandenburg und Umgebung.

„Deutschland zählt bei der Entwicklung erneuerbarer Energien seit vielen Jahren zur Weltspitze“, sagte Benjamin Kott, Clean Energy Advocacy Manager bei Google. „Das Land verfügt über gute Rahmenbedingungen, die Bürger stehen sauberer Energie positiv gegenüber und die deutschen Hersteller liefern hervorragende Technologie.“ Demnach stammen 70 Prozent der in Brandenburg installierten Solarmodule aus deutscher Produktion.

Bei Google gehört Nachhaltigkeit zu den Unternehmenszielen. Neben der Beteiligung an Produzenten sauberer Energie betreibt Google auf dem Firmencampus in Mountain View mehrere Brennstoffzellen und eine der größten dachmontierten Solaranlagen der USA. Zudem arbeitet ein Forschungs- und Entwicklungsteam an Technologien zur Nutzung erneuerbarer Energie.

Anfang 2010 hatte der Internetkonzern eine Tochter namens Google Energy gegründet. Seit Februar 2010 darf er offiziell mit Strom handeln, wodurch er Zugriff auf erneuerbare Energien in großen Mengen erhält. Ziel ist es, ein kimaneutrales Unternehmen zu werden.

Themenseiten: Business, Google, Green-IT, Übernahmen

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