Deutsche Forscherteams dominieren 10. RoboCup German Open

Sie holten sechs von neun möglichen Titeln. Insgesamt sicherten sich die deutschen Teilnehmer 19 der 27 Podestplätze. 26 Junior-Teams werden Deutschland im Juni bei der WM in Istanbul vertreten.

Deutsche Forscherteams setzten sich bei den 10. RoboCup German Open in sechs von neun Disziplinen durch. Hier die Standard Platform League (Bild: www.robocupgermanopen.de)
Deutsche Forscherteams setzten sich bei den 10. RoboCup German Open in sechs von neun Disziplinen durch. Hier die Standard Platform League (Bild: www.robocupgermanopen.de)

Bei den 10. RoboCup German Open vom 31. März bis 3. April in Magdeburg haben deutsche Forscherteams sich 19 von insgesamt 27 Podestplätzen gesichert. Bei der internationalen RoboCup Major Competition gewannen sie sechs der neun ausgespielten Ligen, an denen 52 Mannschaften aus 14 Ländern teilnahmen.

Der amtierende Roboter-Fußball-Weltmeister „B-Human“, ein Gemeinschaftsteam des Deutschen Forschungszentrums für Künstliche Intelligenz (DFKI) und der Universität Bremen, setzte sich in der Standard Platform League gegen die Mannschaften der Universität Bonn und des HTWK Leipzig durch. In die Siegerliste (PDF) trugen sich auch die Leuphana Universität Lüneburg (Festo Logistics Competition), die TU Darmstadt (Humanoid League und Rescue Robot League), die Universität Osnabrück (Mixed-Reality Competition) und die Universität Bonn (RoboCup@Home) ein.

Nur in den Kategorien Soccer Simulation 2D, Soccer Simulation 3D und Middle-Size League mussten sich die deutschen Teams der internationalen Konkurrenz geschlagen geben. Hier siegten die Shahid Rajaee University (Iran), die University of Miami (USA) und die Eindhoven University of Technology (Niederlande).

Für 200 deutsche Schülermannschaften ging es in Magdeburg um die Qualifikation für die RoboCup-Weltmeisterschaft 2011 in Istanbul. Insgesamt konnten sich 26 RoboCup-Junior-Teams für die WM qualifizieren. In der Disziplin Soccer werden 14 Teams Deutschland vom 5. bis 11. Juni in der Türkei vertreten. In der Disziplin Rescue werden neun Mannschaften dabei sein und drei Teams wollen den Titel in der Disziplin Dance verteidigen.

Im Vordergrund der Wettkämpfe standen vor allem flexible, lernende und kollektive Verhaltensweisen der Roboter sowie das Erkennen von Situationen und selbstständiges strategisches Handeln. „Die weithin bekannten Roboterwettbewerbe verknüpfen in einzigartiger Weise Nachwuchsförderung für die so dringend benötigten technischen Fachrichtungen beim RoboCupJunior und anspruchsvolle Forschung und Lehre, vor allem auf dem Gebiet der mobilen Robotik bei den RoboCup-Major-Ligen“, sagte Ansgar Bredenfeld, Sprecher des deutschen RoboCup-Komitees und Chairman der RoboCup German Open.

Insgesamt hatten sich für die 10. RoboCup German Open 1100 Teilnehmer und 250 Teams angemeldet – neuer Rekord. Das Turnier unter der Schirmherrschaft von Reiner Haseloff, Sachsen-Anhalts Minister für Wirtschaft und Arbeit, wurde vom Land gefördert.

Themenseiten: Forschung, Hardware, Roboter

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