Adobe demonstriert Photoshop auf iPad

Die gezeigte Software enthält das seit 1994 zentrale Feature von Photoshop: Layer. Laut dem zuständigen Manager John Loiacono ist es nur eine "Technik, die wir ausprobieren". Mit Photoshop Express ist Adobe auf dem iPad eher schwach vertreten.

Logo von Photoshop Express

Adobe Systems hat eine seiner Bildbearbeitung Photoshop sehr ähnliche Software auf einem Apple iPad demonstriert. Sie ist offensichtlich eines der Ergebnisse von Adobes Tablet-Entwicklungsteam, das schon früher Grafiktools für Android-Tablets und auch fürs iPad gezeigt hatte.

Die Demonstration war während eines Vortrags von John Loiacono auf dem Kongress Photoshop World zu sehen. Loiacono ist für die Creative Suite verantwortlich, zu der auch Photoshop gehört. Das gezeigte Tablet-Programm enthielt eines der wichtigsten Photoshop-Features überhaupt, nämlich Layers (Bildschichten). Desktopsysteme kennen es seit Photoshop 3.0 im Jahr 1994. Der komplette Vortrag ist bei Photography Bay zu sehen.

Ein fertiges Produkt wollte Loiacono nicht ankündigen – im Gegenteil erklärte er schnell, es handle sich nur um „Technik, die wir ausprobieren“. Offenbar hat Adobe aber Pläne für Tablets in der Schublade, die über die etwas magere Anwendung Photoshop Express hinausgehen. Und letztlich ist eine solche Demonstration auch eine Art von Ankündigung.

Im Tablet-Bereich könnte sehr wohl die Zukunft der Grafikprogramme liegen. Immerhin hat ein Tablet gleichzeitig ähnliche Funkionalität wie ein Grafiktablett – man kann darauf frei zeichnen. Adobe sieht sich hier mit einer Reihe neuer Konkurrenten konfrontiert. Hipstamatic, FX Photo Studio, Instagram und Picplz ermöglichen den Nutzern beispielsweise Bildbearbeitung ihrer Fotos. Wer selbst zeichnen will, findet fürs iPad etwa Zen Brush, Brushes, Inspire Pro und Inkpad. Und selbst für professionelle Fotografen haben LRpad – eine 10-Dollar-App – und Photosmith schon einiges zu bieten.

Bei früherer Gelegenheit war der für Adobes Tablet-Produkte zuständige John Nack m Unternehmensblog gefragt worden, ob Photosmith nicht etwas sei, was eigentlich von Adobe hätte kommen müssen. Nack sagte: „Das stimmt, aber es ist noch zu früh, um die Frage zu beantworten.“

Keine Anwendung von Adobe: Photosmith auf dem iPad (Screenshot: ZDNet)
Keine Anwendung von Adobe: Photosmith auf dem iPad (Screenshot: ZDNet)

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Florian Kalenda, Stephen Shankland
Autor: Florian Kalenda, Stephen Shankland
Leitender Redakteur ZDNet.de
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