Nach Botnetz-Schließung: Weltweites Spamaufkommen sinkt um ein Drittel

Die Zahl der unerwünschten E-Mails sinkt kurzzeitig von 52 Milliarden täglich auf 33 Milliarden. Andere Botnetze füllen die durch den Wegfall von Rustock entstandene Lücke. Das Botnet Bagle erreicht im März seinen höchsten Ausstoß seit 2009.

Die Symantec-Tochter MessageLabs hat zwischen dem 15. und 17. März einen deutlichen Rückgang des weltweiten Spamaufkommens registriert. Die Zahl unerwünschter E-Mails ging in diesem Zeitraum um 33,6 Prozent von rund 52 Milliarden Nachrichten pro Tag auf 33 Milliarden Nachrichten zurück. Grund dafür war die von Microsoft veranlasste Schließung des Botnetzes Rustock.

Rustock sei in der ersten Märzhälfte für täglich rund 13,82 Milliarden Spam-E-Mails verantwortlich gewesen, so MessageLabs. Das entspreche 28,5 Prozent des von Botnetzen im März verschickten Spams.

„Als Folge der Rustock-Schließung haben andere Botnetze ihre Aktivitäten erhöht, um die Lücke zu füllen“, heißt es in der Märzausgabe des MessageLabs Intelligence Report (PDF). Die Rolle des aktivsten Botnetzes habe Bagle übernommen, das im März mit einem Anteil von 17,2 Prozent beziehungsweise 8,31 Milliarden Nachrichten täglich seinen höchsten Ausstoß seit 2009 erreicht habe. Im Jahresbericht 2010 habe es Bagle nicht in die Liste der zehn größten Spam-Botnets geschafft.

Im Vergleich zum Vormonat ging der gesamte Spamanteil nur leicht zurück. Im März waren laut MessageLabs 79,3 Prozent aller E-Mails Spam, zwei Prozentpunkte weniger als im Februar. Der Versand von 83,1 Prozent des Spams erfolgte über Botnetze, 6,1 Prozentpunkte mehr als Ende 2010.

Zudem war eine von 208,9 E-Mails im März virenverseucht (0,478 Prozent). Im Vergleich zum Vormonat bedeutet das eine Steigerung um 0,13 Prozentpunkte. Der Anteil von Phishing-E-Mails ging hingegen um 0,07 Punkte zurück.

Nach der Schließung des Botnetzes Rustock ist das weltweite Spamaufkommen um 33,6 Prozent gesunken (Bild: Symantec).
Nach der Schließung des Botnetzes Rustock ist das weltweite Spamaufkommen um 33,6 Prozent gesunken (Bild: Symantec).

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