Amazon verhandelt mit Labels und Studios über Clouddienst

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Amazon führt Quellen von ZDNet zufolge Gespräche mit führenden Plattenfirmen und Hollywood-Filmstudios. Dabei geht es um ein Online-Schließfach für Filme und Musik. Details zu seinen Plänen könnte der Onlinehändler schon im Lauf dieser Woche vorstellen.

Der cloudbasierte Service soll es Nutzern ermöglichen, ihre Video- und Audio-Bibliotheken sowie Büchersammlungen auf Amazon-Servern zu speichern. Das Angebot wird angeblich auch für Produkte gelten, die nicht bei Amazon gekauft wurden.

Allerdings fehlen Amazon noch Lizenzen. Seinen Verhandlungspartnern bei den Studios und Labels soll Amazon aber gesagt haben, es könne den Dienst auch vor Abschluss der Verhandlungen ankündigen, so die Quellen.

Amazons Ziel sei es, das Rennen um einen Media-Speicherdienst in der Cloud zu gewinnen. Berichten zufolge arbeiten Apple und Google intensiv an ähnlichen Angeboten.

Andere Quellen von ZDNet bei der Musikindustrie hatten Ende vergangener Woche erklärt, Google habe schon mit internen Tests seines Musikdiensts begonnen. Nutzer sollen damit von jedem mit dem Internet verbundenen Gerät aus auf ihre auf Googles Servern abgelegte Musik zugreifen können.

Amazon verfügt über umfangreiche Erfahrungen mit Clouddiensten. Beispielsweise speichert das Unternehmen elektronische Bücher für die Besitzer von Amazons E-Book-Reader Kindle auf seinen Servern. Mit Instant Video können Anwender zudem Spielfilme und TV-Serien kaufen und jederzeit auf Amazons Website auf ihre Einkäufe zugreifen. Kunden von Amazon Prime steht zudem seit vergangenem Monat ein kostenloses Streaming-Angebot mit 5000 Filmen und Serien zur Verfügung.

Analysten erwarten, dass ein Medien-Speicherdienst von Amazon vor allem eine Konkurrenz für Netflix, den führenden Online-Videoverleih in den USA, sein wird. Amazon verfüge über die Verkaufserfahrung und die Reichweite bei Kunden, um mit einem Clouddienst erfolgreich zu sein.

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