Windows Intune: Microsoft startet cloudbasiertes PC-Management

Die Lösung bietet unter anderem auf Forefront Protection basierende Endpoint Security. Sie ist nur als Abonnement erhältlich. Für Unternehmen gibt es ab 250 Lizenzen einen Rabatt.

Die cloudbasierte Managementlösung Windows Intune ist ab sofort verfügbar (Bild: Microsoft).
Die cloudbasierte Managementlösung Windows Intune ist ab sofort verfügbar (Bild: Microsoft).

Microsoft hat auf dem Microsoft Management Summit in Las Vegas den Start der cloudbasierten Systemmanagementlösung Windows Intune bekannt gegeben. Es handelt sich um eine Konsole für IT-Administratoren, die über jeden Browser mit Silverlight-Unterstützung zugänglich ist. Mit ihr lassen sich Software-Updates sowie die Einführung neuer Hard- und Software in Betrieben verwalten. Außerdem bietet sie Schutz vor Schadprogrammen.

Auf den Rechnern im jeweiligen Unternehmen werden Agenten installiert, die Intune mit den nötigen Informationen über den Status von Updates oder über die Hard- und Software-Ausstattung versorgen. Die Konsole enthält Tools, mit denen Administratoren unternehmensweit Sicherheitsrichtlinien einrichten, Updates verwalten oder einzelne Computer im Netz überwachen können. Außerdem gibt es eine Remote-Hilfefunktion sowie auf Forefront Protection basierende Sicherheitswerkzeuge mit Endpunktsicherung.

Intune ist als Abonnement erhältlich. Die Mindestlaufzeit beträgt zwölf Monate bei Kosten von 11 Dollar (7,80 Euro) pro Computer und Monat. Für größere Unternehmen, die mehr als 250 Lizenzen benötigen, gibt es einen Mengenrabatt.

Kunden mit Business-Versionen von Windows XP oder Vista können nach dem Abschluss eines Intune-Vertrags ein kostenloses Update auf Windows 7 Enterprise Edition bekommen. Sollten sie ihr Intune-Abonnement nicht bis zum vorgesehenen Vertragsende nutzen wollen, können sie nach Auskunft von Intune-Produktmanager James Lockyer den Client deinstallieren oder zu einem neuen Lizenzmodell wechseln.

Intune ähnelt Microsoft System Center und kann auch ähnliche Aufgaben erfüllen. Im Unterschied zu System Center kann es aber keine Betriebssysteme verteilen oder ähnliche Aufgaben beim Ausrollen von Software übernehmen. Laut Lockyer ist das Produkt ideal für Betriebe, die noch keine Verwaltungslösung für ihre Rechner haben, oder für Unternehmen mit vielen Außendienstmitarbeitern. Auch Firmen, die eine Reihe von Zukäufen hinter sich haben, könnten von Intune profitieren.

Microsoft hatte den Marktstart von Intune auf der diesjährigen CeBIT in Hannover angekündigt. Der Service ist in 35 Ländern verfügbar, unter anderem auch in Deutschland. Interessenten können die Netzwerkverwaltung 30 Tage lang kostenlos testen. Intune ist ein weiterer Schritt von Microsoft in Richtung Cloud. Unter anderem gibt es eine Web-Version der Büro-Suite Office unter dem Namen Office 365.

Themenseiten: Business, Cloud-Computing, Microsoft, Networking, Netzwerk, Rechenzentrum, Server, Servers, Silverlight

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