Apple-CEO Steve Jobs muss im iTunes-Kartellrechtsstreit aussagen

Im Verfahren geht es um die digitale Rechteverwaltung FairPlay. Damit soll sich Apple ein Monopol aufgebaut haben. Richter Howard Lloyd hat angeordnet, dass Jobs nur zur Blockade von RealNetworks' Software "Harmony" befragt werden darf.

Apple-CEO Steve Jobs muss in einem seit 2005 andauernden Rechtsstreit um die Verwendung der DRM-Software FairPlay in iTunes aussagen. Das hat Richter Howard Lloyd angeordnet. Er wies damit Apples Argument zurück, Jobs werde nur Dinge wiederholen, die im Rahmen des Verfahrens schon vorgelegt wurden.

Jobs muss auf Anordnung von Richter Lloyd nur über Vorgänge rund um die RealNetworks-Software „Harmony“ Auskunft geben. Die Befragung darf zudem nicht länger als zwei Stunden dauern. Fragen zu Apples Entscheidung für FairPlay muss der CEO nicht beantworten. Gleiches gilt für die Weigerung Apples, FairPlay an andere Firmen zu lizenzieren.

Geklagt hat eine Gruppe von iPod- und Musikkäufern. Sie behaupten, dass Apple mithilfe von FairPlay ein Monopol für digitale Audioplayer und Musikdownloads aufgebaut hat.

Mit FairPlay codierte Musik lässt sich nur auf iPods und keinen anderen Geräten abspielen. Die DRM-Software verhindert auch, dass bei anderen Anbietern gekaufte Musik auf iPods wiedergegeben werden kann. 2009 führte Apple DRM-freie Musik in iTunes ein.

Die von RealNetworks 2004 veröffentlichte Software Harmony spielt eine zentrale Rolle im Prozess. Sie hebelte Apples digitale Rechteverwaltung aus und machte es möglich, von RealNetworks verkaufte Songs auch auf iPods abzuspielen.

Apple drohte daraufhin, mit der nächsten Version der iPod-Software digitale Musik von RealNetworks zu blockieren. Ein im Oktober 2004 freigegebenes Update machte Inhalte des Konkurrenten dann tatsächlich unbrauchbar.

Themenseiten: Apple, Business, Gerichtsurteil, Kopierschutz, RealNetworks, iTunes

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