Samsung bekennt sich in Prozess um Display-Preisabsprachen schuldig

Es zahlt 32 Millionen Dollar Strafe. Dem US-Justizministerium zufolge hat Samsung SDI 1997 bis 2006 mit anderen Firmen Marktanteile und Preise fixiert. Zu Kontrollzwecken gaben sich die Hersteller von Kathodenstrahlröhren gegenseitig Datenzugriff.

Werbung von Samsung SDI aus dem Jahr 2008
Werbung von Samsung SDI aus dem Jahr 2008

Die Geschäftseinheit für Displays (SDI) von Samsung bekennt sich im Prozess um Preisabsprachen schuldig und wird eine Strafe von 32 Millionen US-Dollar zahlen. Das hat das US-Justizministerium bekannt gegeben.

Einer Erklärung des Ministeriums zufolge gesteht Samsung SDI, mit anderen Unternehmen Preise für Farbbildröhren festgelegt zu haben – Kathodenstrahlröhren, wie sie früher in Computermonitoren zum Einsatz kamen. Die Absprachen hatten demnach von Januar 1997 bis März 2006 Gültigkeit.

Weiter heißt es, Samsung und andere beteiligte Firmen hätten nicht nur Preise festgelegt, sondern auch den Nachschub verknappt und Marktanteile festgelegt, unter anderem für die USA. Zu den weiteren Angeklagten gehören etwa Mitarbeiter von Chunghwa Picture Tubes aus Taiwan.

Die am Kartell beteiligten Firmen haben darüber hinaus Produktions- und Verkaufszahlen ausgetauscht, aber auch Markt- und Preisinformationen, mit denen sie die Einhaltung der Absprachen überwachen und durchsetzen konnten. Die Verschwörer trafen sich in einer Reihe asiatischer Staaten, unter anderem Taiwan, Korea, Malaysia und China. Aus den Unterlagen geht aber nicht hervor, ob ausschließlich asiatische Firmen beteiligt waren.

Themenseiten: Business, Displays, Gerichtsurteil, Samsung

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