Liberty Global bietet rund drei Milliarden Euro für KabelBW

Laut Handelsblatt könnte das Geschäft noch diese Woche zustande kommen. Unitymedia gehört bereits zum amerikanischen Kabelkonzern. Der angestrebte Börsengang wurde durch die Katastrophe in Japan vereitelt.

Der US-Medienunternehmer John Malone will bis zu 3,2 Milliarden Euro für Kabel BW zahlen. Malone und sein Kabelkonzern Liberty Global sind der große Favorit in einem Bieterwettstreit, an dem sich auch das Luxemburger Finanzunternehmen CVC Capital Partners sowie Hellman & Friedman beteiligt haben. Nach Informationen des Wall Street Journal könnte es in Kürze zu einem Abschluss des Geschäfts kommen.

Das Handelsblatt berichtet, Liberty Global sei zu keiner Stellungnahme bereit gewesen. Bei Kabel BW habe es geheißen, „alle Optionen sind offen“. Ein Brancheninsider im Ausland sagte gegenüber der Zeitung: „Kabel BW hat traumhafte Zahlen vorgelegt; die stehen in Baden-Württemberg wirklich glänzend da. Daher der selbstbewusste Preis.“

Laut Handelsblatt hatte es schon vor einem Jahr Verkaufsgespräche zwischen Liberty Global und dem schwedischen Finanzinvestor EQT, dem Eigner von Kabel BW, gegeben. Der US-Konzern hatte im November 2009 Deutschlands zweitgrößten Kabelanbieter Unitymedia übernommen. Kabel BW wäre somit eine ideale Ergänzung.

Unitymedia betreibt seine Geschäfte in Nordrhein-Westfalen und Hessen, Kabel BW ausschließlich in Baden-Württemberg. Eine Übernahme müsste zwar kartellrechtlich genehmigt werden, Brancheninsider gehen laut Handelsblatt jedoch von einem positiven Bescheid aus. Schließlich könne von der Präsenz in drei Bundesländern noch nicht auf eine marktbeherrschende Stellung geschlossen werden.

EQT hat seit vergangenem Jahr verschiedene Optionen geprüft. Erst vor wenigen Tagen hieß es, Kabel BW werde noch in der ersten Hälfte 2011 an die Börse gehen. Dieser Plan wurde jedoch durch die Katastrophe in Japan vereitelt, weil auch der Finanzmarkt darauf sensibel reagierte.

Themenseiten: Business, Kabel BW, Kommunikation

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