Oracle will MySQL besser in Windows integrieren

Geplant sind ein neuer Installer, Single-Sign-on-Unterstützung und optimierte Integration in Microsofts ADO.NET Entity Framework. Laut Oracle ist Windows die Nummer eins unter den MySQL-Plattformen und nicht Linux.

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Oracle-Vertreter haben in einem Webcast eine bessere Integration der Open-Source-Datenbank MySQL in Windows und andere Microsoft-Techniken versprochen. Die Nummer eins unter den MySQL-Plattformen sei Windows und nicht Linux.

Laut Oracle ist die Performance von MySQL unter Windows nun auf Augenhöhe mit Linux. „Windows ist die Nummer eins für Entwickler und für den Einsatz, und das wird auch so bleiben. Wir wollen das nicht aus dem Blick verlieren und dafür sorgen, dass Performance und Skalierbarkeit erstklassig sind“, sagte Tom Ulin, MySQL Vice President of Engineering. Beide Aspekte seien bereits in MySQL 5.5 optimiert worden. Weitere Verbesserungen bei den Lese- und Schreibvorgängen seien für die nächsten zwölf bis 18 Monate geplant.

Weiterhin wolle man die nativen Authentifizierungsmechanismen in Windows unterstützen. So könnten auch MySQL-Anwender Single Sign-on (Einmalanmeldung) nutzen. Man werde auch einen Universal Windows Installer mit einer ansprechenden grafischen Oberfläche entwickeln, der die Installation der Datenbank beschleunige. Die Authentifizierung ist Oracle zufolge so gut wie fertig, und der einheitliche Installer für alle unterstützen Windows-Versionen sei für Betatests bereit.

Bei Oracle plant man außerdem noch für 2011 eine engere Integration in Microsofts ADO.NET Entity Framework und bessere Database Connectors für ODBC (Open Database Connectivity). Der hauseigene Connector/Net 6.3 unterstützt zwar Microsofts Entwicklungsumgebung Visual Studio 2010, aber erst die nächste Version Connector/Net 6.4 wird nach Ulins Angaben die genannten Fähigkeiten haben, um den Kunden eine nahtlose Integration in Microsoft-Systeme zu ermöglichen.

Der Datenbankanbieter will auch seine Golden-Gate-Technik weiterentwickeln. Sie soll den schnellen Datenaustausch zwischen MySQL und den High-End-Datenbanken von Oracle erleichtern. Das Unternehmen nennt Ticketmaster als einen Kunden, der für leichtere Frontend-Aufgaben von Microsofts SQL Server auf MySQL umgestiegen sei. Im Hintergrund liefen immer noch die Oracle-Datenbanken für die Auftragsabwicklung.

Eine bessere Integration von MySQL soll es auch bei der Fusion Middleware Suite, Oracle Secure Backup und Oracle Audit Vault geben. In Oracles Enterprise Manager soll die Datenbank ebenfalls integriert werden. Das mache die Verwaltung aller Oracle-Produkte von einer einzigen Konsole aus zu einem „Kinderspiel“. Schließlich versprach Ulin noch 24-Stunden-Support für alle Produkte aus einer Hand.

Themenseiten: Business, Linux, Open Source, Oracle, SQL, Server, Servers, Windows

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