Bericht: Microsoft stellt Zune-Player ein

Zugehörige Marke und Dienste sollen jedoch weitergeführt werden. Grund für das Aus des Mediaplayers ist angeblich eine zu geringe Nachfrage. Microsoft zufolge steht eine endgültige Entscheidung über die Zukunft der Zune-Hardware noch aus.

Zune HD (Bild: Microsoft)
Zune HD (Bild: Microsoft)

Microsoft will offenbar die Produktion seines Mediaplayers Zune einstellen, wie Bloomberg meldet. Der Grund sei eine zu geringe Nachfrage. Laut einer mit der Entscheidung vertrauten Quelle ist die Marke „Zune“ davon nicht betroffen. Sie werde als Mediaplayer-Software für Windows Phone 7 und die Spielkonsole Xbox 360 fortgeführt.

„Wir halten daran fest, über Zune auf Xbox, PC, Windows Phone 7 und Zune-Geräten die besten Filme, Musik und Fernsehsendungen anzubieten“, erklärte ein Microsoft-Sprecher gegenüber ZDNet. „Wir werden mehr Informationen über die Weiterentwicklung des Zune-Entertainment-Diensts und der Zune-Hardware bekannt geben, sobald sich künftige Pläne abzeichnen.“

Schon im Februar waren Gerüchte aufgetaucht, laut denen Microsoft die Marke Zune aus dem Verkehr ziehen und das zugehörige geistige Eigentum auf mehrere Produktgruppen aufteilen will. Die Spekulationen basierten darauf, dass Zune bei der geplanten Integration von Produkten im Rahmen der strategischen Partnerschaft mit Nokia keine Rolle zu spielen scheint. Allerdings dementierte Microsoft schon damals das Ende des Dienstes.

Seinen gleichnamigen Mediaplayer hatte Microsoft 2006 zu einem Zeitpunkt vorgestellt, als Apple schon mit der fünften iPod-Generation auf dem Markt war. Gegenüber der Apple-Konkurrenz verfügte der Zune-Player über einige Vorteile wie ein UKW-Radio und ein größeres Display. Zudem bot Microsoft zum Start ein Musik-Abonnement an, das es bei Apple bis heute nicht gibt.

Trotzdem konnte das Gerät kaum Marktanteile gewinnen. Zudem haben Mobiltelefone mit integriertem Mediaplayer reine MP3-Player weitestgehend verdrängt. Auf diese Entwicklung versuchte Microsoft mit den Kin-Smartphones einzugehen, die die Zune-Software nutzten. Wegen mangelnden Erfolgs nahm es sie jedoch nach kurzer Zeit wieder vom Markt.

Fehler in Microsofts Strategie sieht Bloomberg in der Aufspaltung der Zune-Sparte, um das Bedienkonzept der Zune-Software in andere Plattformen zu integrieren. Dabei sei die Hardware vernachlässigt worden. Die letzte Aktualisierung war der 2009 eingeführte Zune HD.

Auch wenn sich Microsoft von der Zune-Hardware verabschieden sollte, wird die zugehörige Desktop-Software weiterhin eine wichtige Rolle für das Mobilbetriebssystem Windows Phone spielen. Sie dient nicht nur zum Synchronisieren von Inhalten zwischen Mobilgerät und PC, sondern auch zum Aktualisieren der Handy-Software. Zudem ermöglicht sie den Zugriff auf Microsofts Musik- und Videodienst.

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Themenschwerpunkt: Windows Phone 7

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