Hacker nutzen MHTML-Lücke in Windows aus

Microsoft zufolge ist Beispielcode für einen Exploit im Umlauf. Mit ihm sind gezielte Angriffe möglich. Bisher steht lediglich ein Fix-it-Tool zur Verfügung, das die Ausführung von Skripten in MHTML-Dateien verhindert.

Microsoft hat davor gewarnt, dass eine seit Ende Januar bekannte Sicherheitslücke in Windows inzwischen aktiv ausgenutzt wird. Einer aktualisierten Sicherheitswarnung zufolge verwenden Hacker seit Kurzem erhältlichen Beispielcode für gezielte Angriffe.

Davon betroffen sind Windows XP, Server 2003, Vista, Server 2008, 7 und Server 2008 R2. Mittels manipulierter MHTML-Dateien können während einer Browsersitzung beliebige Skripte ausgeführt werden, um Nutzerinformationen zu sammeln oder im Browser angezeigte Inhalte zu verändern.

MHTML (MIME HMTL) ist ein Standard, der es erlaubt, Web-Objekte wie Bilder mit HMTL in einer einzelnen Datei zusammenzufassen. Das Sicherheitsproblem hängt mit der Art zusammen, wie MHTML Multipurpose Internet Mail Extensions (MIME) interpretiert.

Bisher hat Microsoft keinen Zeitplan für eine Veröffentlichung eines Patches genannt. Als Behelfslösung steht ein Fix-it-Tool zur Verfügung, das alle Anwendungen betrifft, die MHTML verwenden. Es verhindert die Ausführung von Skripten in MHTML-Dateien. Auf Skripte in HTML-Dateien hat das Tool keine Auswirkungen.

Der nächste Patchday ist für den 12. April geplant.

Themenseiten: Hacker, Microsoft, Windows

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