Lime Wire legt Urheberrechtsstreit mit Musikverlagen bei

Die Kläger ziehen alle Vorwürfe gegen die Tauschbörse und den Gründer Mark Gorton zurück. Über die genauen Bedingungen haben die Parteien Stillschweigen vereinbart. Der Verband der US-Musikverlage bezeichnet den Vergleich aber als gutes Ergebnis für alle Beteiligten.

Logo von Limewire

Im Urheberrechtsstreit mit mehr als 30 US-Musikverlagen haben die Tauschbörse Lime Wire sowie deren Gründer Mark Gorton einen Vergleich erzielt. Wie Reuters berichtet, haben die Kläger, darunter die Verlagstöchter von EMI Group, Sony und Vivendi SA, alle Vorwürfe gegen Gorton und Lime Wire fallen gelassen. Über die Bedingungen vereinbarten die Parteien Stillschweigen.

Ein Sprecher der National Music Publishers‘ Association (NMPA) zeigte sich mit dem Ausgang des Verfahrens zufrieden. In einer ZDNet übermittelten Stellungnahme sagte er: „Wir sind froh, dass der Rechtsstreit vorbei ist. Die Parteien haben hart an einer Einigung gearbeitet, und es ist ein gutes Ergebnis für alle Beteiligten.“

Im Juni 2010 hatte der Verband gegen die Lime Group, das Mutterunternehmen der Tauschbörse, und Gorton geklagt. Sie warfen beiden „Urheberrechtsverletzungen in einem erheblichem Umfang“ vor. Unter anderem forderten sie 150.000 Dollar Schadenersatz für jeden Song, dessen Urheberrecht vorsätzlich verletzt wurde, und 30.000 Dollar für jeden anderen Verstoß.

Zuvor war schon die Recording Industry Association of America (RIAA) rechtlich gegen Lime Wire vorgegangen. Die Klage führte dazu, dass Lime Wire Anfang 2011 seinen Geschäftsbetrieb einstellte und Pläne für eine Umwandlung in einen legalen Musikdienst aufgab.

Eine im Dezember gegen Lime Wire eingereichte Klage von 23 Musiklabels läuft noch. Zu den Klägern gehören Arista, Atlantic, Capitol Records, Motown, Sony BMG, Virgin und Warner Bros. Der Prozess soll am 2. Mai beginnen.

Themenseiten: Internet, Lime Wire, Tauschbörse, Urheberrecht

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