EU vermutet Preisabsprachen bei E-Book-Herausgebern

Die Behörde hat in mehreren Mitgliedsstaaten unangekündigte Inspektionen durchgeführt. Sie arbeitet dabei mit nationalen Wettbewerbsbehörden zusammen. Sollte sich der Verdacht erhärten, drohen den betroffenen Unternehmen hohe Geldbußen.

Die EU-Kommission hat unangekündigte Inspektionen bei Unternehmen aus dem E-Book-Sektor bestätigt. Sie vermutet offenbar, dass es illegale Preisabsprachen gegeben hat.

Die Nachforschungen fanden in mehreren Mitgliedsstaaten in Zusammenarbeit mit nationalen Wettbewerbsbehörden statt. Die Namen der Firmen nannte die Kommission nicht.

Es gebe Grund zu der Annahme, dass die betroffenen Unternehmen das EU-Wettbewerbsrecht verletzt hätten, teilte die Behörde mit. Artikel 101 des Vertrags über die Europäische Union (PDF) verbiete Kartelle und andere restriktive Geschäftspraktiken. Zwar seien unangekündigte Inspektionen der erste Schritt, wenn man wettbewerbsfeindliches Verhalten vermute, sie bedeuteten aber nicht, dass sich die inspizierten Firmen tatsächlich falsch verhalten hätten. Sollten sich die Verdachtsmomente erhärten, drohen hohe Geldbußen.

Gleichzeitig betonte die Kommission, es gebe „keine gesetzliche Frist, innerhalb derer Untersuchungen abgeschlossen sein müssen“. Die Dauer hänge von einer Reihe von Faktoren ab, darunter die Komplexität des Falles sowie die Qualität der Zusammenarbeit mit den betroffenen Unternehmen.

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